essen und trinken hält leib und seele zusammen

Ein tolles Nudelgericht aus dem neuen Kochbuch "Jerusalem": Mit Erbsen und Joghurt, sehr cremig und würzig.

Nach der Fischsuppe kam der Hauptgang mit Lachs, Schwarzwurzeln und Kartoffelgratin und zum Dessert ein Flan mit Dulce de leche.


Diese wunderschönen Fische ergaben eine wunderbare weihnachtliche Fischsuppe. Dank Fisch-Gruber vom Wiener Naschmarkt und seinen YouTube-Anleitungen war das Vorbereiten ein Kinderspiel, wenn auch mit dem Karpfen gerungen werden musste.

Ein Beispiel für unsinnige Showeffekte, die wahnsinnig viel Arbeit machen und wo am Ende noch nicht mal was besonders gut schmeckendes bei rauskommt: Die acht Böden (Mürbteig, Bisquit, Brandteigpfannkuchen) werden mit Sahne und Preiselbeermarmelade gefüllt. Sieht schön aus, ist aber einfach sehr fettig und süß. War ja auch nicht meine Idee.

Die gab es schon zum Geburtstagsdinner, aber sie sind so gut, dass sie noch mal einen eigenen Beitrag verdienen (und eine Neuauflage an Weihnachten erleben werden!). Vor allem soo einfach: Förmchen mit Knoblauch ausreiben, buttern, Muscheln salzen, pfeffern, Mehl mit Cayenne und Paprika mischen, drüber streuen, flüssige Butter drüber gießen, unterm Ofengrill ca. 7 min grillen. Superbe!

Kürbissaison ist eröffnet! Die asiatisch angehauchte Variante ist mir am liebsten: Mit viel Ingwer, Curry und Kokosmilch. Toll sind auch die unbegrenzten Möglichkeiten bei den Einlagen: hier karamellisierte Karottenstreifen und frischer Koriander (hielt sich auf der Terasse bis spät in den Herbst). Die Kaulquappen sind Kürbiskernöl.

Was macht man, wenn die Marmeladensaison ihrem Ende entgegen geht, man aber noch Gläschen hat? Marmelade aus exotischen Zutaten, die doch noch Saison haben: Trauben, Maracuja und Kiwi. Ergebnis: Ich liebe Maracuja! Auch in der Marmelade!

Mohn ist ja so eine Sache für sich. Als Flüchtlingskind träumt man Zeit seine Lebens von irgendwelchen Mohnschlinsen, die die Oma regelmäßig machte, weiß aber auch um die Schwierigkeit, heutzutage Mohn zuzubereiten: Wer hat schon eine Mohnquetsche zuhause? In Österreich ist das kein Problem, da steht in jedem Supermarkt eine (neben der Kaffeemühle, die gab es bei uns früher auch, was ist eigentlich damit passiert?), aber in Deutschland überlegt man sich, ob man sich das teure Gerät dafür anschafft, dass man dann alle Jubeljahre mal Mohn damit quetscht. Die Backmischungen Mohn sind zwar schon gequetscht, enthalten aber unschönerweise auch noch andere Dinge - dann braucht man es ja auch nicht selber machen! Relativ neu gibt es von Alnatura gequetschten, aber ansonsten naturbelassenen Mohn - damit kann man was anfangen. z.B. klassisch auf Hefeteig mit Streuseln, unten drunter Pudding. Da hab ich auch neuerdings den von Alnatura gekauft, der gelingt zwar, ist aber eher geschmacklos. Klar - im bekannten Markenprodukt sind halt Aromastoffe drin. Beim Blick auf die Zutatenliste des Bioprodukts schwört man sich dann: Ok, das war der letzte Fertigpudding, den man gekauft hat, denn Zucker und Stärke und Vanille zusammenrühren kann ich auch.

Zum Lamm passen eben Bohnen: hier zweierlei: im Ofen mit Haselnüssen und selbst sauer eingelegt.

Als Hauptspeise gab's dann Mezze satt: In Chermula marinierten Lachs (auf dem Fake-Bananenblatt aus Lauch;)), gefüllte Seezungenröllchen mit Zwiebelkonfit (echt marrokanisch mit Zimt), überbackene Jakobsmuscheln (beste Zubereitungsart ever). Dazu Paschareis und süße Erdnussmuffins.

Da keine vernünftigen Spareribs aufzutreiben waren, gab es zum diesjährigen Geburtstagsmenü mal was ganz anderes; Den Auftakt machten die sensationellen selbstgemachten Ritzcracker mit zwei Aufstrichen: Gehackte Leber und Garnelenrillettes, dazu eine Wicked Duchess.

Geburtstagstee mit frischem Marillenkuchen. Altbewährtes Rezept, immer wieder gut, aber nur mit wirklich reifen, aromatischen Marillen!

Endlich habe ich ein Rezept gefunden, dass der Torta de choclo, wie sie Irma in Posadas gemacht hat, sehr nahe kommt. Unentbehrlich hierfür sind frische, süße Maiskolben, und die kriegt man eben nur jetzt im September/Oktober. Technisch ist es eine Art Soufflé, das neben den pürierten Maiskörnern Eigelb und Eischnee enthält und - mexikanische Ergänzung - sehr fein gehackte frische Chilischote. Passt als Beilage zu allem.

Die sauren Bohnen müssen mindestens einen Tag im Essigsud ziehen und passten hervorragend zu den Nudeln mit leichter Paprikasauce, die mit karamelisierten Chilis abgerundet wurde.

Ein würdiger 300. Eintrag: Eine neue Cocktail-Kreation! The Wicked Duchess besteht zu gleichen Teilen aus Gin (The Duke, daher der Name), Limettensaft und Johannisbeerlikör (selbstgemacht aus eigenen Beeren) und ist daher ein wunderbar simpler, aber doch sehr exklusiver Drink (der Gin ist nicht ganz trivial und diesen Johannisbeerlikör kann man nirgends kaufen). Wicked im Sinne von schelmisch, gefährlich oder verrucht ist die Herzogin, weil sie süß und unschuldig daher kommt, es aber alkoholmäßig ziemlich in sich hat.

Es ist Sommer, es ist heiß, die ersten Cocktailtomaten sind reif, es ist Zeit für Gazpacho. Hier mit etwas Brot (daher die nicht ganz tiefrote Farbe) und mit Pinienkernen und Arganöl verfeinert.

Rote-Beete-Salat (roh!) mit Ziegenkäse, Linsencurry, gebackene Zucchini und ein Ananaschutney ergeben zusammen ein Sammelsurium-Veggie-Menü.

Erste Ernte-Etappe bei den Jalapeños, die leider von allen Büschen bisher am wenigsten tragen. Ich hab Sliced Jalapenos aus ihnen gemacht, mit Essig-Salz-Zucker-Wasser-Mix und ungekocht aufgegossen war die erste Charge recht knackig, bei der zweiten hab ich die geschnittenen Jalapeños kurz im Sud aufgekocht.

Warum denn immer nur Apfel zur Leber? Hauptsache, ein süßer Akzent ist dabei.

Nette Häppchen aus aller Welt: Lachs im Gewürzmantel mit Tamarindensauce, pimentos de padrón, Kichererbsen-Spinatbällchen mit Rote-Beete-Raita sowie Caprese (die Reste vom Caprese on a stick). Der Lachs liegt im Original auf dem Bananenblatt, das man hier nicht hat, aber das Grüne vom Lauch sieht täuschend echt aus.

Wenn man mal Gäste beindrucken möchte, ohne gleich großartig kochen können zu müssen: Cherrytomaten aushöhlen, Olivenpaste und Mozzarellakugeln einfüllen, aufspießen und in Olivenöl-Kräutermischung wenden.

Mezze sind vielfältige orientalische Vorspeisen/Leckereien, hier u.a. Hummus und Hähnchenteile mit verschiedenen Marinaden/Panaden. Dazu selbstgebackenes Pitabrot, das richtig gut gelungen ist und sich obendrein prima einfrieren lässt!

Die beiden Büsche mit Pimentos de padrón tragen schon wie wild und drohen angesichts ihrer Last zusammenzubrechen, also muss geerntet werden! Unos pican otros no? Von wegen, alle ziemlich scharf! Mit Kernen verarbeitet kaum noch als "Bratpaprika" zu verkaufen, daher habe ich den Großteil entkernt und sauer eingelegt. Und ein paar Schoten dem Experiment "Kandierte Chilischoten" zugeführt. Auswertung folgt.

Von den schätzunsgweise 1000 kg Kirschen, die der Baum trägt, hab ich ihm mit Mühe ganz am Ende der Reifezeit noch einmal knapp 1,5 kg abgetrotzt: Sehr reif, sehr groß, sehr schwarz, sehr süß, und sogleich zu Amarenakirschen verarbeitet.

Nicht nur die Blumen, auch der Salat selbst stammt aus dem heimischen Garten, denn der Rucola wächst ungeachtet Kälte, Hitze, Regen oder Trockenheit, und etwas Sauerampfer hält sich auch noch tapfer.

Im Uhrzeigersinn um zwölf Uhr beginnend: Dahlie, Ringelblume, Lavendel, Kapuzinerkresse. Die kann man tatsächlich alle essen, aber ich finde, es lohnt sich doch mehr der Optik wegen denn des Geschmacks.

Die Schweizer mögen Würste und haben in diesem Bereich einige Spezialitäten - das macht sie doch gleich noch viel sympatischer. Weitere Pluspunkte gibt es auch für die geniale Kombination Abenteuerspielplatz mit Grillgelegenheit, wo das Brennholz zum Grillen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird (unfassbar!). Die hier gezeigten Exemplare heißen Cervelats und wurden beim Stammtisch-Sommertreffen auf der Krienseregg gegrillt und verputzt.

Da macht man gar nichts damit, die isst man einfach ganz schnell auf;))

Auf dem Mittelalterfest gibt es allerlei mittelalterliche Genüsse - beim Ferkel am Spieß kann man davon ausgehen, dass die (reichen) Leute damals das schon genauso verspeist haben.

Aus dem neuen Buch "Das isst die Welt zum Tee" waren die Erdnussmuffins das erste ausprobierte Rezept: sehr lecker! Es ist eher ein süßes Erdnussbrot, dass man sowohl mit süßem als auch herzhaftem Belag essen kann. Als Muffins nur aus praktischen Erwägungen gebacken (da keine passende Kastenform für das halbe Rezept vorhanden) - die Muffins sind aber sehr hübsch für die Teetafel und man kann sie auch schön in kleine Scheiben schneiden. Oder als Beilage zu Mais und Eiersalat. Zum Beispiel.

Den schnöden Reis mit Bohnen schnell mit Guacamole und Garnelen aufgepeppt - so kommt man zu seinem Berg Kohlenhydrate und seinem Genuss.

Endlich Grillsaison, endlich echte Burger! Endlich den neuen Burgerformer ausprobieren. Hat gut geklappt, rein händisch kriegt man die patties auf keinen Fall so hin! Vollendet wurde der Burger mit selbstgebackenen Brötchen im mexican style mit guacamole und jalapeños (on a stick).

Tortilla eignet sich aber natürlich auch als universelle Beilage, hier zum Schollenfilet mit Spinat.

Früher war die Tortilla Española ja eher ein viel-Aufwand- und Angst-Gericht, aber wenn man sie klein hält und locker an die Sache herangeht, ist sie eigentlich ein schnelles, leichtes Abendessen, das man mit den unterschiedlichsten Tapas (hier eher raciones;)) servieren kann.

Auf der Suche nach neuen Rezepten für Zwiebeln, die man viel zu selten als Hauptakteur auf den Tisch bringt, habe ich ein Rezept zum Schmoren ausprobiert, aber die Zeitangaben sind völlig aus der Luft gegriffen. Die Zwiebeln waren noch ziemlich bissig und hätten wahrscheinlich noch eine Stunde länger im Ofen bleiben können, vielleicht hat aber auch Flüssigkeit gefehlt.

Geröstetes Knoblauchbrötchen, gebackene Kartoffel mit Kräuterquark, Ochsenherztomaten und Lammkoteletts mit viel Knoblauch und Thymian - trotz vieler einfallsreicherer Grillkombinationen - es gibt nichts besseres!

...the leg bone connected to the knee bone, the knee bone connected to the thigh bone, the thigh bone connected to the hip bone... the t-bone selected for the BBQ - oh mercy, that'll be so good for you...

Shakshuka ist eine Sauce mit Paprikaschoten aus Israel. Gemäß ZEIT Wochenmarkt-Rezept hier mit in der Sauce gebackenen Eiern serviert. Dazu Kartoffeln mit Crème fraîche und Korianderpesto.

Die erste Erdbeermarmelade des Jahres ist immer die beste, da die frühen kleinen Erdbeersorten aromatischer sind und man die kleinen ganz lassen kann - es handelt sich also um eine Konfitüre "Extra" mit Fruchtstückchen und ganzen Früchten. Die Mühe lohnt sich!

Der selbst gesähte Koriander ist sehr schön gewachsen, aber was macht man mit so viel frischem Koriander? Pesto! Mit Cashews, Austernsauce, Erdnuss- und Olivenöl ergibt er ein sehr schön grün-grasiges Pesto, das gar nicht so extrem nach Koriandergrün schmeckt, aber trotzdem sehr würzig ist. Und das ohne Knoblauch! Die perfekte Kombination: mit Pasta, grünem Spargel und Garnelen.

Wenn Gutes immer so einfach sein könnte! Richtiges Brot, Kochkäse und Schnittlauch, fertig ist das Mittagsmahl.

Nachdem die Spargelsaison angesichts der klirrenden Kälte sehr spät begonnen hatte, habe ich ab Mai quasi jeden Tag Spargel gegessen. Lobenswerter Weise hat der örtliche Spargelbauer mittlerweile auch meist grünen Spargel, der sich in meinem cast iron skillet sehr schön braten lässt.

Erdbeeren, roher Spargel, Avocado und Balsamico - wenn man Glück hat und all das in perfekter Qualität GLEICHZEITIG zur Hand, kann es einen besseren Platz im Rohkosthimmel geben?!?

Manchmal muss man die nachhaltige Fischerei auch einen guten Mann sein lassen und den Versuchungen einer holländischen Räucherei direkt am Ijsselmeer erliegen: Frische Räucheraal ist ein Genuss, allerdings muss er sparsam dosiert werden! (Nicht nur wegen der Umwelt, auch wegen des Fettgehalts;))

Vietnams klassiche Frühlingsrollen werden kalt gegessen mit einem Dip aus Limettensaft und Austern- oder Fischsauce. Es kann gebratenes Fleisch drin sein, muss aber nicht - in der vegetarischen Variante ersetzt die Rolle den Salat und dient als sehr elegante, gut vorzubereitende Vorspeise. Zur Erprobung vor dem Asia-Traum auf der Albatros habe ich mir hier beim Rollen besondere Mühe gegeben, so dass ich meinen Erfahrungsschatz an Rüdiger weitergeben konnte, der als Vietnamexperte das Rollen dann zur Perfektion brachte.

Frühlingszeit ist auch Artischockenzeit, eines meiner Lieblingsgemüse, das man hierzulande in guter Qualität leider immer noch zu selten bekommt. In der klassischen Variante zum Dippen mit Sauce gibt es bei mir grundsätzlich immer Cocktail und Knoblauch, darüber hinaus auch noch Curry und Asia. Und am Ende gelangt man zum Höhepunkt, dem Boden!

Eine wunderbare Frühlingskombination: Steak, Spargel, neue Kartoffeln und die Lust des ersten Grillens.

Das wunderschöne Sirloin Steak wurde streng nach Weber zubereitet und gegrillt und war wie immer ein Hochgenuss!

Im neuen Ofen funktioniert das Abbrennen der Schale unterm Grill besonders gut und schnell. Merke: Paprika möglichst flach (Ränder beschneiden), kein Einölen notwendig, ebenso wenig das anschließende Abkühlen in einer Plastiktüte - einfach auf dem Blech oder einem Teller abkühlen lassen und dann schälen.

Ein österreichischer Süßwasserbewohner kam in Velden frisch auf den Tisch: Die Reinanke, in Deutschland oft auch als Renke oder Fellchen bezeichnet. Schmeckt etwas feiner als Forelle, dabei aber mit eigenem Charakter.

Rhabarberzeit! Wenn die tollen roten Stangen kiloweise im Einkaufskorb landen - in erster Linie für Sirup - muss man nach und nach alle Rhabarberrezepte durchprobieren, ob sie noch genauso gut sind wie letztes Jahr. Dieser Griesauflauf mit Rhabarber ist schön altmodisch und eignet sich sowohl als süßes Hauptgericht als auch als Dessert.

Da meine selbstgemachte Pizza oft zu dünn wird und dann entweder wegen zuviel Belag matschig oder (wenn man sich beim Belegen angesichts des dünnen Teigs zurückgehalten hat) eher flammkuchenartig, war hier das explizite Ziel: üppig! Wie man sieht, ist das gelungen, und der Teig war genau richtig!

Die optisch nicht gerade perfekt gelungene Ostertorte war im Innern erneut die Rüblitorte. Die Herstellung der Marzipandecke ist doch ziemlich aufwendig, die Blüten dagegen ganz leicht und schnell.

Das ist Art Flan mit einer Mischung aus Key Lime Pie und Cheesecake, jeweils ohne den Kuchen. Geschmacklich ok, aber insgesamt nicht überzeugend. Allerdings könnte man die Masse auf einen Keksteig geben, backen und obendrauf eine Schicht fruchtiges Gelee, aus Passionsfrucht, wie hier die Sauce, oder auch Johannisbeeren oder was anderes Rotes oder auch Zitrone geben, und das ganze als sehr cremigen, zitronenlastigen Käsekuchen präsentieren.

Auch das Lamm für den Osterbraten kam diese Jahr aus der Rhön. Der Duft des lange geschmorten Bratens erinnert mich immer an die Pesachfeiern auf den Kartagen. Und daran, das es immer Stress gab, weil keiner dem Fleisch mehr als 2 Stunden geben wollte.

Schokoladenkuchen - eigentlich mehr Creme als Kuchen - in Vollendung. Mit viel Butter (für den Fudge) und Scotch statt Bourbon. Zusammen mit dem Cherry-Chipotle-Chocolate-Eis ein Desserttraum der besonderen Art und Kaloriendichte.

Ein traditionelles Ostergebäck, das man ohne Gemecker (das schmeckt nach Zimt, das kann man doch nur an Weihnachten essen) das ganze Jahr über genießen kann. Der Teig ist sehr geschmeidig und nicht ganz so luftig wie bei einer französischen Brioche, dafür hält die Butter besser drauf;))

Aufgrund der grausamen Winterkälte, die dieses Jahr bis in den späten März herrschte, gab es die erste grüne Sauce im Jahr erst am Karsamstag!

Die frischen Rhönforellen waren wie immer ein Genuss.

Sieht zwar aus wie ein etwas zu klein geratenes Schweinekotelett, aber der Unterschied ist riesig! Denn das Kalbfleisch bleibt zart, ob medium, ob durch, ob geschickt gebraten oder einfach irgendwie gegart. Da es keinen nennenswerten Bratensatz ergibt, ist hier die Herausforderung die Sauce, die man quasi from scratch angehen muss. Hier Marsala-Sahne mit Ananas.

Der Tofu wird angebraten und dann mit einer Sauce aus Sojasauce, Zucker, Reisessig, Knoblauch und Ingwer übergossen und in der Pfanne karamelisiert. Sehr lecker und passt zu vielem, hier zu Reis und gedünstetem Gemüse.

Aus dem neuen Backbuch aus Amerika: Kekse! In allen Formen und Variationen. Die Idee, den Teig für die Schoko-Gewürz-Kekse in der Silikon-Kipferl-Form zu backen, führte zu ihrem neuen Namen: Chili-Kipferl. Die Rosmarinecken sind auch sehr gut, was damit zu tun haben dürfte, dass sie zu 80% aus Butter bestehen. Die Cantuccini bedürfen noch etwas Übung und die Amaretti sind hier in ungewohnter Form gebacken, da es einfach viel schneller geht, den Teig als Platte auf ein Backpapier zu streichen als jedes Plätzchen einzeln mit dem Löffel zu setzen.

Gab's schon irgendwann im Januar: Ein klassisches Wintergericht, das sehr gut mit den Wurzelgemüsen der Saison (hier Schwarzwurzel und Karotten) harmoniert.

Aus dem Restteig der Ravioli haben wir zum ersten Mal probiert, lange Nudeln herzustellen. Der Hinweis in der Nudelmaschinenanleitung war entscheidend: Im Vergleich zu den gefüllten Nudeln braucht der Teig mehr Mehl, dann schneidet die Maschine tatsächlich Spaghetti, die stilecht über einem Besenstil getrocknet wurden. Dann zerbrechen sie beim bloßen Hinsehen in tausend Teile. Kochversuch folgt.

En fin! Nach diversen Versuchen ist das Rezept für das perfekte Schokoladeneis gefunden: Keine Schokolade! Sondern Kakao. Der Rest folgt dem bereits bekannten perfektem Rezept für Vanilleeis. Nur noch steigerungsfähig durch den Erwerb teurer, edler Kakaosorten verschiedener Provenienz, aber der einfache Backkakao brachte schon sehr befriedigende Ergebnisse... Im Bild hier gabs zum Schokoeis noch Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Schokosauce. Warum auch nicht. Die Ungarn essen ja auch Schweineschitzel mit Hühnchen.

Zu Jakobsmuscheln mit Vanille-Frühlingszwiebeln und Safranhollandaise kann man nicht viel sagen... Superbe!

Das Parfait wird mit einer Art Käsereiprodukt gemacht, das es sowohl in Norwegen als auch in Vorarlberg gibt. Vergleicht man die Wikipediaartikel zu Braunkäse und Älplerschokolade, bestätigt sich die Vermutung, dass es sich bei dem von Sarah Wiener auf ihrer Reise nach Vorarlberg vorgestelltem Produkt namens Sig und den hier im Supermarkt erhältlichen norwegischem Gudbrandsdalsost um ein zumindest sehr ähnliches Produkt handelt. Der Gudbrandsdalsost ist nicht besonder süß, weshalb ich dem Wiener-Rezept mehr Zucker hinzugefügt habe, das Ergebnis war ein wunderbar zartes, karamelliges Parfait, das mit Himbeeren und Karamellsauce abgerundet wurde. Definitv ein Neuzugang in the outstanding puddings department (aber nichts für die Laktoseunverträglichen;))

In bewährter Art asiatisch mariniert und unterm Backofengrill knackig gegart war der Lachs wunderbar saftig und zart. Früher gab meiner Erinnerung nach es keinen so guten Lachs, oder er wurde immer zu Tode gegart, also, zur absoluten Trockenheit.

Da sonst alle nach der Vorspeise schon stöhnen, wurde diese als Mittagessen genutzt: Üppiger Salat und Tortilla mit Kohlrübchen. Normalerweise kommen da Zucchini rein, aber um diese Jahreszeit ist das ja Unsinn. Die Kohlrübchen stellten sich als echter Gewinn für die Tortilla heraus: leicht süßlich und mit ihrer den Kartoffeln sehr ähnlichen Garzeit scheinen sie viel besser als die Zucchini geeignet. Aber ich weiß nicht, ob die Spanier Kohlrübchen überhaupt kennen.

Ein neuer Geburtstag, eine neue Torte! Sehr saftig durch die Karotten und das Marzipan im Teig, der wunderbar mit der sehr guten Zitronencreme harmoniert - die Kombination aus Frischkäse und Schmand finde ich hier viel besser als Sahne. Die Deko ist nicht perfekt gelungen, vor allem da das Marzipan partout nicht orange werden wollte, daher die "roten Rüben". Der Schweinehase war auch eher unproportioniert.
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