essen und trinken hält leib und seele zusammen
Die Weihnachtsgans wurde begleitet von Rotkraut und Semmelknödeln, eingeleitet von einem Krabbencocktail und gekrönt von Vanilleeis, Haselnusseis und Roter Grütze. Mit selbstgebackenen Waffeln! Dank des neuen Hörncheneisens!


Alles sehr traditionell, allerdings sehr gut gelungen. Nach der Fischsuppe mit Karpfenklößchen dieses Jahr keine Forelle, sondern Seeteufelbäckchen unter der Kräuterkruste, mit Kartoffelgratin und Feldsalat. Zum Abschluss Tiramisu.



Innen versteckt sich ein gut getarnter Pumpkin Cheesecake. Der Rest ist "seiner Kreativität freien Lauf lassen".
Als Resteverwertungsessen immer wieder gut: Pad Thai - Gebratene Nudeln mit... irgendwas. Und sehr gutem Papaya Salad.
Geht auch ohne Tajine, solange genug Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und Aprikosen drin sind!
Rosenkohl halbieren, auf dem Backblech mit etwas Öl und Gewürzen schön rösten, bis er bissfest. Das hat nichts mit gekochtem Rosenkoh zu tun. Wer überhaupt auf die Idee gekommen ist, Rosenkohl in Wasser zu kochen... Das gehört jedenfalls verboten... Kartoffelbrei passt besonders gut zum Röstköhlchen.
Schon wieder so ein Feiertag, den ich nicht begehe, der aber zufällig ein Kochlust-Tag war und daher mit einem sehr gut gelungenem Thai-Menü endete: Mit echtem Papaya Salad, Tom Kha (Kokossuppe mit Champignons), rotem Thai-Curry mit Garnelen und natürlich zur Krönung Mango Sticky Rice. Nicht gerade das, was man sich unter einem traditionellen Thanksgiving-Dinner vorstellt, aber war ja auch nur Zufall. Außerdem gibt's den Truthahn auch in den meisten amerikanischen Familien erst am Samstag und nicht am Donnerstag. Sonst könnte ja niemand am Black Friday shoppen gehen, weil man sich daheim vom Festmahl erholen muss...
Für einen echten Papaya Salad baucht man, nun ja, Papaya halt, grüne Papaya. Gibt's nur im Asialaden. Vielleicht demnächst im türkischen Supermarkt, Kurkuma und Zitronengras hat er ja auch, und Kochbananen und Maniok. Man kann aber auch sehr gut ein schnödes Weißkraut wie Papaya Salad anmachen, schmeckt auch super. Weißkraut so fein wie möglich schneiden und ein paar Stunden mit ordentlich Salz und Zitronensaft schlapp werden lassen, dann abspülen und wie Papaya Salad anmachen. Als besondere Zutat kam hier noch eine Dose Palmenherzen zum Einsatz. Passt dann auch sehr gut zum Gemüsecurry.
Während Elisabeth Raether meint: "Man kann nicht die ganze Zeit Kürbis essen!", und Nigel Slater fragt: "Wohin mit dem Kürbis?" - denke ich: Kürbis ist gesund, und solange es schmeckt, warum nicht?
Nicht, dass ich den Tag der Deutschen Einheit irgendwie begehen würde, aber es spricht ja nichts gegen ein schönes Abendessen? Antipasti-Mix aus Champignons, Artischocken und Garnelen, Ossobuco mit Risotto (als Mailand-Nachklang) und ein Lava-Cake mit Vanilleschaum und Beeren.


Zur kleinen internen Geburtstags-Nachfeier gab es als Vorspeise Oliven, Tomaten und Brot mit Tapenade, dazu einen fruchtigen Rosen-Secco aus Steinfurth und das neueste Kochbuch von Nigel Slater.
Auch in Mailand hip: Ramen, japanische Nudelsuppe. Wenn man bei 30° C Lust hat auf Nudelsuppe, soll man Nudelsuppe essen. Transpiriert habe ich dann aber eher aufgrund der Schärfe, aber die Suppe war sehr gut.
Eine weitere nette Sitte neben dem Aperitivo-Menü ist das menù degustazione, das einem ermöglicht, tatsächlich alle obligatorischen Gänge zu probieren - antipasti (eingelegte Sardinen) - primo piatto (risotto) - secondo (Stockfisch mit Grüngemüsepüree und Zwiebelconfit) - dolce (semifreddo) und café (ersetzt durch Averna).



Der Mailänder Naviglio Grande ist ein Ausgehmeilen-Traum, die Atmosphäre kann es durchaus mit Madrid (Plaza Santa Anna) und Düsseldorf (Altstadt) aufnehmen. Klassischerweise gibt's zum Cocktail nicht nur ein paar Häppchen, sondern gleich ein ganzes Buffet.
Mailand ist ein Ort für traditionelle Fleischgerichte. Den typischen mezzo bollito habe ich nicht geschafft, auch kein ossobuco, aber immerhin la trippa. Nicht herausragend und wirklich kleine Portionen - gut, dass ich auch wieder eine Gemüsebeilage bestellt hatte und dass die Schokomousse ziemlich mächtig war, so wird man alles in allem dann auch satt.

Nach einem langen Tag in der Schweiz - am Luganer See - zurück in Mailand: Glücklicherweise stellte sich das sizilianische Restaurant um die Ecke als äußerst würdiges Lokal für ein Geburtstagsessen heraus. Besser kann man eine Pasta mit Meeresfrüchten nicht machen. Und zum ersten Mal überhaupt eine Pasta, bei der das al dente wirklich schmeckt. Der Salat sehr sorgfältig (ohne Dressing, aber Öl und Balsamico zum Selber-Anmachen waren sehr gut), und ein typisch sizilianischer Nachtisch: Semifreddo di Mandorla.

Da Konzerte in Italien um 21:00 Uhr beginnen, wird's im Anschluss oft zu spät, um auswärts noch was zu essen zu bekommen, zumindest werktags. Die sehr guten frischen Pasta-Variationen aus dem Supermarkt bieten mit Gemüse und einer "Sauce" aus Ricotta (großartig: Ziegenricotta) eine einfache Lösung für dieses Problem.
Sonntag Mittag muss man in Italien einfach ins Restaurant gehen, denn dort ist es voll, laut, eng, fröhlich und es ist alles frisch gekocht. Das grüne Zeugs wird als cicoria serviert, ich habe jedoch starke Zweifel, dass es sich tatsächlich um eine Zichorie handelt. Aber es war sehr gut gewürzt, eher ungewöhnlich für italienische Gemüsebeilagen. Pasta-Hauptgang waren dann Rigatoni mit Ragout aus Lamminnereien - was halt so üblicherweise auf der Speisekarte einer Trattoria zu finden ist;)) Das Dessert war dann zwar keine Überraschung - Tiramisu - aber hausgemacht und auch sehr gut.


Der Lago d'Iseo liegt zwischen Lago Maggiore und Gardasee und ist "nicht so bekannt" und daher auch "nicht so touristisch" - sofern man das von irgendeinem idyllischen Flecken in Norditalien überhaupt sagen kann. Bekannter wurde der See hierzulande als Christo Pontonbrücken mit orangenen Stoffbahnen über dem See verteilte und hunderttausende Besucher darauf flanierten. Zwei Jahre später an einem Wochentag Mitte September ist es aber wieder ausgesprochen ruhig am See und sehr italienisch. Wie dieses Mittagessen in einer Trattoria in Lovere - dort spricht man nicht deutsch, kocht dafür aber hervorragend. Es gab Conchiglie mit Salsiccia und Calamares in Tomatensauce.

Zum Lammsteak passt ein orientalisch angehauchter Reis mit Erbsen sowie Tsatsiki.
Wenn mir wieder einfällt, was so besonders an diesem Drink war, schreib ich es hier noch rein.
Irio ist ein kenianisches Gericht, ein Kartoffelbrei, der mit Mais und Kidneybohnen aufgepeppt wird. Auch die Kenianer machen da Butter dran, braucht man aber nicht. Ein bisschen Milch reicht aus, ansonsten nur Salz und Pfeffer. Sieht vielleicht nicht so einladend aus, schmeckt aber super.
Die Acaibeere ist die Frucht einer südamerikanischen Palmenart, die traditionell als Nahrungsmittel genutzt wird (Palmenherzen und Beeren). Bei uns wird das Fruchtpüree oder -pulver als Superfood vermarktet, denn es enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Allerdings ist der Gehalt nicht höher als bei einheimischen Fruchtarten wie z.B. Heidelbeere. Von daher lohnt sich der Kauf des teuren Pulvers eher nicht, zumal es geschmacklich nicht gerade eine Offenbarung ist. Aber einmal muss man es ja ausprobieren.
Eine Buddha Bowl sollte aus Getreide/Pseudogetreide, Hülsenfrüchten, Gemüse und Nüssen oder Samen bestehen. Dann ist alles abgedeckt (sättigende Kohlenhydrate, komplette Proteine, Vitamine etc. und tolle Fette). Geschmack gibt das Dressing - hier Erdnuss-Zitrone, zu Reis, Erbsen, Mais, Karotten und roter Beete.
Dem neuesten Foodtrend folgend heißt Müsli nicht mehr Müsli, sondern Bowl. Allerdings kann ein Bowl auch herzhaft sein. Hier die fruchtige Variante mit Dinkelflocken, Joghurt und Obst.
Fenchel schmeckt am besten im Ofen geschmort. Damit er nicht austrocknet, bekommt er eine Kruste aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl und Semmelbröseln.
Die aus der libysch-jüdischen Küche stammende süßsaure Tomatensauce passt sehr gut zu Fisch, hier mit Sopa Paraguaya und grünen Bohnen.
Rote Beete mit frischen Saubohnen, Ziegenkäse und Estragondressing: Eine recht aufwendige Vorspeise, die aber allein optisch viel hermacht. Geschmacklich auch sehr gelungen, aber der Einsatz frischer Saubohnen lohnt vermutlich nicht, gefrorene sollten es auch tun (und deutlich schneller).
Ein Klassiker der bürgerlichen Küche. Grüne Bohnen ähneln grünem Spargel: Sie passen zu fast allem.
Ein toller Sommer-Sonntags-Brunch: Pochierte Eier mit Tomaten und Key Lime Hollandaise, dazu ein Ananas-Smoothie. Das Pochieren der Eier will gebübt sein, mit dem tollen Youtube-Video hat es schon mal nicht so gut geklappt. Also öfter machen, hier zählt allein Erfahrung.

Der Kokoskuchen mit tres leches (dreimal Milch) bekommt seinen Namen von Kokosmilch, Kondensmilch und Sahne. Weil im Teig normale Milch drin ist, ist er in meiner Version ohne Sahne immer noch ein Tres-Leches-Kuchen. Das Topping ist nämlich aus dem cremigen Teil der Kokosmilch, der sich in der Dose oben absetzt. Den kann man wie Sahne schlagen. Kompliziertes Rezept, aber im Ergebnis sehr professionell und ein Traum für Kokosliebhaber.
Auf dem Grill machen Zucchini auch bella figura, allerdings ist die Zubereitung im Backofen trotzdem besser, da kontrollierter. Aber wenn der Grill schon mal angeworfen wird...
... Gibt's natürlich auch ein bisschen Fleisch.

Es ist Zucchini-Zeit! Die Massen müssen verarbeitet werden. Zugegebener Maßen braucht man für diese Pasta nicht allzu viel davon. Mit viel Zitrone und Käse in der Eisenpfanne geschwenkt, auch eine Art Alpenküche.
Beim Probekochen für gut befundene Gerichte der Alpenkräuterküche bildeten das Menü: Eier-Lavendel-Dip, Artischockendip, selbst gebackenes Wurzelbrot, geeistes Erbsen-Minze-Süppchen, dann Spinatknödel mit Pilzragout und zum Abschluss einen Flan.


Und das Bild dazu sieht fast genauso aus wie im letzten Jahr.
Sehr überzeugend waren die Spinatknödel mit Pilzragout. Im Prinzip ein Gnocchi-Teig, aus dem kleine längliche Knödel geformt werden. Ganz wichtig: Frische, große mehlige Kartoffeln, die nach dem Kochen lange stehen, am besten ein paar Stunden bei Zimmertemperatur. Den Teig kann man einen Tag im Kühlschrank stehen lassen und dann erst die Knödel kochen. Oder man kocht die Knödel bereits am Vortag, im Kühlschrank aufbewahrt und in der Mikrowelle erhitzt schmecken sie wie frisch.
Experimente mit Kräutern: Eier-Lavendel-Dip, Lachstartar mit Lavendel und Zucchini mit Minze-Frischkäsefüllung mit Aprikosen-Salsa. Interessant, aber nicht ganz überzeugend.
Die Nudeln werden in Rotwein gekocht. Dann sind sie betrunken und sehen schön aus, aber geschmacklich fand ich es eher mittelmäßig. Da muss man noch ein bisschen experimentieren.
Beim sehr vergnüglichen Kochkurs kochten und aßen wir uns durch ein Menü mit Papaya Salad, einem gelben Curry mit Gemüse, einem roten Curry mit Rindfleisch, Stir fried mit Cashew und Hühnchen, Tapiokaperlen mit Kokosnussmilch und Waldmeistergelee und natürlich Mango Sticky Rice.



Das Freitagabendmenü begann mit Ziegenkäse im Speckmantel mit Melone und Salat. Zum Hauptgang Scholle Finkenwerder Art und zum Dessert ein Crumble mit roten Pflaumen.



Der Strauch roter Johannisbeeren war wie üblich voller großer Beeren, die umgehend zu Gelee verarbeitet wurden. Nur ein kleiner Teil blieb übrig für den Nachtisch - Waldmeisterwackelpudding mit Vanillesauce und roten Johannisbeeren.

Hier gilt wieder einmal: Gleiche Farben passen gut zusammen. Die Avocado wird gewürfelt und unter die bereits mit dem Pesto gemischten Nudeln gemischt, dadurch wird sie leicht angewärmt. Sehr üppig, sehr lecker.
Einmal im Jahr muss ich die Lust auf Chickenwings stillen - das an sich recht einfache Gericht wird im Vorfeld zur Herausforderung, wenn es gilt, auf dem Land ein Biohühnchen aufzutreiben. Aber es lohnt sich. Zusammen mit Tabouleh und Nudelsalat so richtig zum Reinsetzen. Übrigens: wing = Flügel, thigh = Oberschenkel, drumstick = Unterschenkel, leg: Schenkel/Bein.
Kurz vor Ende der Spargelsaison muss man ihn noch einmal überall anbringen, wo es irgend geht - warum nicht mit Gnocchi und Parmesan?
Auf dem Pannekoekschip Admiral Nelson in Bremen gibt es Pfannkuchen in allen erdenklichen Varianten, also ähnlich wie Pizza oder Flammkuchen oder Galettes). Klingt ganz lecker, war aber in der Ausführung eher mau, da viel zu fettig, der Teig zu süß und zäh und die Zutaten für den Belag unterste Qualitätsstufe. Aber die Touris lieben es.
Ein Besuch im Norden geht natürlich nicht ohne den Klassiker Labskaus. Schmeckt viel besser als sein Ruf, auch im Bremer Ratskeller. Der selbstgemachte ist trotzdem besser.
Gegrilltes Käsesandwich - hier in der Edelvariante mit Ziegenkäse und Speck bei Manufaktum - kann man zuhause auch bewerkstelligen, aber nicht so gut wie mit einem Sandwichmaker, so denn man keinen daheim hat. Die teure Edellimonade von Fentimans geht zuhause dagegen ganz einfach: Frisch gepressten Mandarinensaft, viel Eis, Sprudelwasser und so viel Agavendicksaft, dass die Süße dem eigenen Geschmack enspricht.
Auf der kleinen Insel Fanø gibt es eine Brauerei, die lauter lustige Biersorten braut. Darauf sind die Einheimischen sehr stolz. Das Spiced Lager mit Gurke und weißem Pfeffer ist etwas gewöhnungsbedürftig. Das Margarete von Dänemark ist ein echtes Mädchenbier, schön mild und süffig. Aber warum Margarete die Königin der Schotten ist, gibt Rätsel auf. Ich dachte, das wäre die Elizabeth.
In Dänemark tut man gut daran, sich nicht von dem üppigen Frokost-Angebot der Restaurants und Imbisse locken zu lassen, sondern mit Hilfe von Supermarkt und Ferienwohnung die eigene Frohe Küche zu gestalten. Dänische Delikatessen in Form von Feinkostsalaten und frisch geräuchertem Fisch kann man so trotzdem haben. Hier mit Rührei und Tomaten-Artischocken-Salat mit Joghurtdressing. Zum Abendessen (Middag!) dann noch ein paar Kohlenhydrate in Nudelform mit Pesto - und dann nix wie raus zum Sonnenuntergang am Strand!

Die Spargelsaison fiel für mich durch Thailandreise und einen Mai fast außer Haus eher kurz aus, aber ein paar Mal gab's ihn doch: Nur mit Kartoffeln und hier ausnahmsweise auch mit Hollandaise.
Die weltbeste Nudelsuppe habe ich mir zur Mittagszeit ohne Nudeln, dafür mit reichlich Teigtaschen servieren lassen, im Tourimarkt an der Fähre zum Wat Arun. Besser kann man das nicht kochen. Und die thailändisch-chinesische Familie, die den Stand führt, war sehr rührend. Hier wird mit einfachsten Mitteln, aber sehr viel Sorgfalt und Bedacht gekocht. Und das schmeckt man.
Bei den Suppeneinlagen kann man zwischen verschiedenen Würstchen und Teigtaschen wählen, allesamt sehr kräftig und salzig.
Nudeln aus Reis- und Mungobohnenmehl, aromatisiert mit Pandanuss und in Kokosmilch serviert, das ist das thailändische Dessert Lod Chong. Verschieden farbige Nudeln in Gelee, serviert mit Kokosmilch nennt sich Sarim, wobei Sarim eigentlich nur die Nudeln an sich sind. Und natürlich kann man auch Lod Chong und Sarim zusammen bekommen, wie hier im Bild oben. Damit das ganze nicht zu schnell warm wird, gibt's eine Portion crushed ice oben drauf. Wobei das in den gut klimatisierten Food Courts der Einkaufspaläste in Bangkok eigentlich nicht nötig wäre. Gelees sind überhaupt sehr beliebt als Desserts, allerdings ist die Übersetzung von jelly als Gelee irreführend. Schließlich denkt man bei Gelee an den der Marmelade verwandten Brotaufstrich aus Fruchtsaft und Gelatine, also Apfelgelee oder Johannisbeergelee. Hier ist aber schnittfestes Gelee gemeint, das man bei uns als Wackelpudding kennt. Meist wird es in Förmchen zubereitet oder in Würfel geschnitten. Wichtig ist natürlich eine schöne grelle bzw. intensive Farbe und die verschiedenen Geschmacksrichtungen von Wasserkresse bis Seetang. Die meisten der Farbstoffe werden aus Pflanzenteilen gewonnen und sind mitnichten künstliche Farbstoffe, obwohl die Süßwarenstände auf den Märkten genau danach aussehen.

Die Food Courts in den Shopping Centers in Bangkok sind atemberaubend. Thailänder, oder überhaupt Süd-Ost-Asiaten, die nach Frankfurt, München oder Berlin kommen, müssen staunen, wie wenig es bei uns zu essen gibt und wie kümmerlich die Auswahl ist. Neben allen erdenklichen thailändischen Spezialitäten kann man sich selbstverständlich einmal quer durch Asien essen, und natürlich gibt's auch Mac, Burger King & Co. Teppanyaki ist japanisch, da wird das Essen auf einer heißen Stahlplatte direkt am Tisch (bzw. hier am Tresen) zubereitet. Suppe, Reis und Gemüse gibt's im Menü dazu.

Im wunderschönen Homestay (ähnlich wie Bed & Breakfast) bekochte uns die Gastgeberin mit echt thailändischer Hausmannskost. Einfach, aber sehr, sehr lecker.
Ein Kochkurs gehört einfach zu einer Thailandreise dazu, und trotz Vorbildung habe ich viel gelernt und viel neues erfahren. Ganz abgesehen davon, dass der Kurs in einem wunderschönen Garten stattfand, perfekt organisiert war, die Lehrerin großartig nett und lustig war und alles sehr gut geschmeckt hat. Zunächst wurde aus den Zutaten für rote oder gelbe Currypaste im Mörser die Paste from scratch zubereitet - funktionierte sehr gut in den riesigen Mörsern - dann wurden Frühlingsrollen gefüllt, gerollt und frittiert, eine veritable Tom Kha (Kokosnusssuppe, ohne Bild) zusammen gerührt, dann rotes oder gelbes Curry gekocht, stir fried mit Cashew gebrutzelt und schließlich und selbstverständlich zum Dessert Mango Sticky Rice fabriziert - hier mit Reis, der mit Hilfe von blauen Blüten schön eingefärbt wurde.




Das seltsame Zeug auf dem Bratreis sind Pilze, wahrscheinlich getrocknet. Schmeckt super, irgendwie süßlich und nach Maggi.
Wenn man soviel gesundes Obst isst, kann man dazu auch einen süßen crispy Pancake essen, sehr thailändisch. Die Reste der viel zu große Portion Obst hab ich mir natürlich einpacken lassen, wozu gibt's Plastikschalen und Kühlschrank im Hotelzimmer.

Dass das gebratene Hühnchen in Thailand so sensationell schmeckt, kann eigentlich nicht an der Haltung liegen - der relative Wohlstand des Lands erfordert und bedingt eine Massentierhaltung ähnlich der in Europa, also nix mit glücklichen Hühnern. Also muss es die Marinade sein, möglicherweise auch die Zubereitung auf den abenteuerlichen Straßengrills. Aber im Vergleich zu einem Hähnchen vom Parkplatz-Grillwagen in Deutschland (schon seit Jahrzehnten praktisch ungenießbar) sind hier alle Teile vom Hähnchen einfach überragend gut und saftig. Vielleicht liegt's auch am Fett, vielleicht ist den Hähnchen in Thailand nicht so systematisch das Fett weggezüchtet worden wie in Europa, trotz Massentierhaltung. Jedenfalls gibt's an jeder Ecke einen Hühnchenbrater, aber man sucht sich schon gerne einen aus, wo die Tische so schön und sauber sind wie im Bild und es allerlei nette Sößchen dazu gibt.

Dieses junge Pärchen bietet auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai chinesische Teigtaschen an und weist höflich, wenn auch klebetechnisch etwas umständlich darauf hin, dass sie keine Sitzgelegenheit haben. Was meine Beobachtung bestätigt, dass Street Food in Thailand keineswegs im Stehen gegessen wird, sondern fast immer ein paar Stühle und Tische irgendwo auf die Straße gezwängt werden, wenn nicht eh viel Platz ist wie auf diesem Nachtmarkt auf einem großen Platz am Fluss. Aber bei den ganz kleinen Ständen auf Rädern reicht es dafür halt nicht. Das tat aber der Qualität der Teigtaschen keinen Abbruch, die waren sehr lecker.
Die Flussgarnelen sind eine Spezialität der Königsstädte und werden in Ayutthaya in jedem besseren Restaurant angeboten. Geschmacklich nicht schlecht, aber es ist eben wenig dran an so einem Getier, und der Preis im Grunde nicht gerechtfertig. Aber muss man eben probiert haben. Satt wird man von so einer Garnele auch nicht, aber eine Pfanne voll gebackener Austern und eine Portion Gemüsereis konnten das kompensieren.

Insekten stehen nicht allzu oft auf der Speisekarte in Thailand, aber jeder Markt, der etwas auf sich hält, hat einen Stand mit frittierten Zikaden, Heuschrecken und Kakerlaken in all ihren Erscheinungsformen (Made, Puppe, erwachsenes Tier). Die Maden der Grillen waren ganz lecker, zum Genuss der ausgewachsenen Tierchen konnte ich mich angesichts des vielen Chitins wieder einmal nicht durchringen. Auf dem schönen Cultural Night Market in Ayutthaya gab's aber natürlich noch viele andere Leckereien, die größtenteils auch viel weniger exotisch waren und bis zum gegrillten Frankfurter Würstchen reichten, bei thailändischen Kindern sehr beliebt. Oft macht die Präsentation das Gericht so spannend, wie zum Beispiel bei den in kleinen Förmchen gebackenen Wachteleiern mit bunten Toppings.


Was ist man zur Mittagszeit in Chinatown - chinesische Nudelsuppe! Da sind sie echt Weltmeister. Allerlei in Fett ausgebackenes konnte man auch haben und ganze Fische, aber die Suppe war das beste.
Viel besser wird der Strand nicht, und das Frühstück - hier nur ein Auszug - auch nicht. Kho Pha-Ngan hat alle Erwartungen erfüllt.


Ganz ungewöhnlich und richtiges Pech: Da hatten die Shrimps (siehe oben) wohl ein bisschen zu lange außerhalb des Eisfaches verbracht. Hätte ich doch nur Chicken (siehe unten) genommen... Aber nach zwei Tagen war alles wieder gut, und das weiterhin unerschrockene Überall-Alles-Essen während der weiteren Reise bestätigte die absolute Ausnahme dieses Malheurs.

Thailändisches Frühstück besteht aus Nudeln, Reis, Gemüse, Eiern und ein paar herzhaften Toppings à la geröstetem Knoblauch, eingelegten Chilis und Sojasauce. Wobei dieses Frühstück natürlich für die Guides und Bootsführer bestimmt ist, nicht für die Touris. Die kriegen Toast und Obst.
Der erste von vielen Papaya Salads, das ist einfach mit das Beste, was man in Thailand essen kann. Allerdings immer recht scharf, auch wenn man "not spicy" bestellt.
First night in Bangkok: Was die Chinesen auf dem Nachtmarkt in Chinatown auf den Tisch zaubern, entzieht sich jeder Beschreibung. Man kann geradezu in Meeresfrüchten versinken. Dazu alles sehr gut gewürzt, nett angerichtet und von freundlichem Service an die Plastiktische auf dem Bürgersteig gebracht - im Gegensatz zu Europa muss man in Thailand beim Essen des Street Foods nur selten stehen.

Ein Ostermenü ohne Überraschungen, bewährt und unaufwendig: Lammkeule, Kaierschoten & Karotten, Kartoffeln und Flan zum Dessert. Und eine Rüblitorte mit roten Karotten.




Die nächste Geburtstagstorte war mit ihren fruchtigen und Zitrusaromen sehr gut gelungen, aber wie üblich wurde das Rezept nicht dokumentiert, da es erst beim Realisieren nach und nach entstand. Ein echtes Unikat also.
Vorbereitung Thailand die Zweite: Ein Dessert, bestehend aus Tapiokaperlen auf mit Pandanussblättern aromatisierten Kokosnussraspeln. Sehr lecker. Die Tapiokaperlen zu kochen, ist allerdings aufwendig und braucht etwas Erfahrung. Man muss oft Wasser nachgießen und hat ständig das Gefühl, dass sie sich komplett in Gelee auflösen und nichts mehr von den Perlen übrig bleibt. Ist aber nicht so, man kann sie solange kochen, bis sie (fast) komplett durchsichtig sind und nicht wie im Bild beim ersten Versuch noch einen harten weißen Kern haben. Dazu spült man sie während des Kochens immer mal wieder mit Wasser ab und kocht sie in frischem Wasser weiter. Faszinierend.
Süßkartoffelpommes sind seit einigen Jahren schwer in Mode. Sie schmecken aber wirklich gut und die Süßkartoffel ist ja auch sehr gesund. Damit die Pommes knusprig werden, legt man die gestifteten Süßkartoffeln eine Stunde in kaltes Wasser und wälzt sie anschließend in Stärke, bevor man sie im Ofen backt.
Der Geburtstagskuchen: Eine fruchtige Apfeltorte mit Schmandhaube. Geht auch mit alkoholfreiem Apfelwein.
Angeblich der Deutschen Lieblingsgericht, fand ich Rouladen in der klassischen Form immer etwas langweilig. Aber mit einer italienisch angehauchten Pilzfüllung und winterlichem Gemüse (Brokkoli, Schwarzwurzel, geröstete Karotten) und Kartoffelbrei war es ein veritables Geburtstagsessen.

Von Vietnam ins Nachbarland Thailand: Pad Thai, der Nudelklassiker. Als Vorbereitung zur großen Thailandfahrt.
Gebratener Tofu mit Pak Choi, Koriander und Cashew, leicht mariniert mit Sojasauce.
Weinblätter selbst zu füllen, ist eigentlich zu viel Aufwand. Aber einmal alle Jubeljahre kann man das machen. Zumal, wenn es dann für einige Portionen und Gerichte reicht. Mit der Reisfüllung passen sie zu vielem, hier zu Tofu oder Lachs.

Der Salat aus Brokkoli und Austernpilzen war mit Wachteleiern garniert, Parmesan gab den geschmacklichen Kick. Der Seelachs zum Hauptgang kam mit dem Linsengemüse auch sehr clean daher.

Das Besondere ist hier der Freekeh - grün geernteter gerösteter Weizen, wird in Nordafrika und im östlichen Mittelmeerraum verwendet. Schmeckt rauchig-nussig, ist sehr einfach und schnell zu kochen und passt gut zu Fisch. Und mittlerweile auch im türkischen Supermarkt erhältlich.
Cremiger Maisbrei mit Paprika-Lauchgemüse und viel Koriander.
Ok, es ist nur entfernt ein Chili, eher ein Couscous mit Tomatensauce, Paprika und Mais. Aber der Koriander macht es mexikanisch, und es klingt so schön.
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