essen und trinken hält leib und seele zusammen


Anlässlich der Elternrückkunft ein legendäres Essen frei à la Junge Köche Deutschlands: Rehrücken, rosa gebraten in einer Teighülle mit Karotten-Ingwer-Krapfen und Kohlrabi. Zum Nachtisch ein warmer Schokokuchen mit Waldbeeren.


Die Schalotten werden mit Schale im Ofen gebacken und dann aus der Schale herausgedrückt und auf Bauernbrot verteilt - das schmeckt zwar sehr gut, wäre aber etwas trocken, wenn nicht dieses herrliche Zwetschgenkompott dazu käme! Da lohnt sich der Einsatz von 400 ml Rotwein und 150 ml Cassis! Zu dem Blattsalat mit der in Weißwein mit Vanille, Sternanis und Safran pochierten Birne habe ich noch gebratene Hühnerleber ergänzt, so das alles zusammen eine tolle Hauptmahlzeit ergab. - Rezepte aus essen und trinken 10/08

In halbangetautem Zustand lässt sich die Entbrust problemlos in drei Scheiben schneiden. Das Gemüse wird mit Five-Spice-Gewürz gewürzt, das ich selbst herstellen musste, da es nirgendwo zu bekommen war - aber die Bestandteile Anis, Fenchelsamen, Pfeffer, Ingwer und Zimt habe ich ja vorrätig. Das Feigenkompott sollte eigentlich mit Hoisinsauce gemacht werden, das habe ich aber mit einer Mischung aus Pflaumenchutney, Teriakisauce und Sojasauce ersetzt, was auch ein sehr gutes Ergebnis brachte. Der gebratene Rettich wird mit Essig und Zucker abgeschmeckt, das macht ihn einigermaßen schmackhaft und passt auch sehr gut zum Gericht, aber trotzdem werde ich wohl kein großer Fan von Radi. - Rezept aus essen und trinken 10/08

Um das wegen ununterbrochenen Telefonierens ausgefallene festliche Mahl zu meinem Geburtstag nachzuholen, gab's am Tag drauf selbstgemachte Sushi. Eigentlich ganz einfach, aber die Eirolle gelingt einem nie so wie beim Japaner...

Das Ideal des Schweinebratens - Spanferkel mit knuspriger Kruste. Die ist auch ganz gut gelungen, obwohl ich sie nicht richtig einschneiden konnte mangels eines Messers, das scharf genug gewesen wäre. Auch das Teppichmesser konnte da nichts ausrichten, und Rasierklingen hatte ich keine da. Das Schweinderl wurde sehr lange mit bitterer Orangenmarmelade und Cider geschmort (3,5 h), wobei nach und nach Zwiebeln, Pastinaken und ganz zum Schluss Zwetschgen dazu kamen - ein wunderbar pikanter, süßlich-deftiger Herbstgenuss. - Rezept aus essen und trinken 9/08

Endlich Zwetschgensaison! Und der erste Kuchen war gleich perfekt! Glücklicherweise ist im Rheinland der Quetschekuche (hier Pflaumenkuchen genannt) genauso wichtig wie in Oberhessen, und es gibt immer richtige Zwetschgen (Prunus domestica subsp. domestica) zu kaufen. Die Zwetschge ist zwar eine Unterart der Pflaume, unterscheidet sich aber von dieser, der echten Pflaume (Prunus domestica domestica), erheblich in Form (eher oval mit spitzen Ecken), Farbe (mehr ins dunkelblaue), Geschmack und Verarbeitungsmöglichkeit - unter anderem, oder besser gesagt, am besten zu Hefekuchen - der lässt sich mit Pflaumen nun einmal nicht herstellen! Denn Zwetschgen zerfallen im Gegensatz zu den echten Pflaumen beim Erhitzen nicht. Zur Art der Pflaumen gehören übrigens auch Mirabelle und Reneklode, wobei letztere nichts mit auf's Klo rennen zu tun hat, sondern nach der französischen Königin Claudia benannt wurde (Reine + Claude), weil der diese Früchte so gut geschmeckt haben sollen. Was man bei Wikipedia so alles lernen kann.

Die Pilzsaison habe ich mit einem Salat mit parnierten Austernpilzen eingeleitet. Ein Caesar's Salad-artiges Dressing mit Parmesan und Knoblauch geben dem Ganzen die notwendige kräftige Würze. - Rezept aus essen und trinken 9/08

Pfirsich und Ananas sind nicht nur Bestandteil des Salats (vorher in Olivenöl mariniert), sondern auch püriert in der Salatsoße. Mal was anderes.

Ein beliebtes Gericht für das Mittagessen bei Paolo in Bad Godesberg!

Nachdem die Blüten ganz überraschend innerhalb weniger Tage hochgeschossen sind, habe ich einen ersten Versuch unternommen: Zucchiniblüten gefüllt mit Garnelen. Die Garnelen werden mit Eiweiß zu einer Masse püriert und dann in die Blüten gefüllt. Das ist relativ kompliziert, weil die Blüten jetzt noch ziemlich klein sind. Die gefüllten Blüten werden dann mit Eiweiß und Polentagrieß parniert und ausgebacken. Mir hat das ganze zu sehr nach Ei geschmeckt. Da aber noch jede Menge Blüten da sind und immer neue nachkommen, kann ich ja noch ein paar andere Rezepte ausprobieren.

Gefüllte Zucchiniblüten wollte ich schon immer mal essen bzw. natürlich auch selbst zubereiten, habe aber nie welche bekommen. Deshalb habe ich eben eigene Zucchini gezogen, geht im Blumenkasten erstaunlich gut, zumindest bis jetzt, wo sie erstmal nur blühen.

...auf dem Grill war die Devise für unser Abschiedsessen mit den Bolivianos. Also gab es außer Schnitzeln auch Garnelen und Kalamares. Die Garnelen mit einer Marinade aus Honig, Sojasauce, Knoblauch, Cayennepfeffer und Zitrone. Matías liebt Meeresfrüchte, Tomás hingegen gar nicht, deshalb eben doch auch Schnitzel;)

Stein zu Stein, passt doch. Hat auch sehr gut harmoniert. Steinbeißer hatte ich auch noch nie gegessen. Eigentlich ist das Seewolf - dieser sehr gruselig aussehende Meeresfisch. Wird fast nur als Filet verkauft, weil die Kunden sonst Angst kriegen. Vielleicht deshalb auch die Umbenennung in Steinbeißer bzw. Katfisch - ersterer ist ein Süßwasserfisch, der normalerweise nicht gegessen wird. Und Catfish ist auch ein enorm wohlschmeckender Süßwasserfisch - ein echter Wels. Wird sehr groß. Aber die Seewölfe aus dem Atlantik werden auch so bezeichnet. Da kenn sich einer aus.

Stein zu Stein, passt doch. Hat auch sehr gut harmoniert. Steinbeißer hatte ich auch noch nie gegessen. Eigentlich ist das Seewolf - dieser sehr gruselig aussehende Meeresfisch. Wird fast nur als Filet verkauft, weil die Kunden sonst Angst kriegen. Vielleicht deshalb auch die Umbenennung in Steinbeißer bzw. Katfisch - ersterer ist ein Süßwasserfisch, der normalerweise nicht gegessen wird. Und Catfish ist auch ein enorm wohlschmeckender Süßwasserfisch - ein echter Wels. Wird sehr groß. Aber die Seewölfe aus dem Atlantik werden auch so bezeichnet. Da kenn sich einer aus.

Vom Frühjahr direkt zu Sommerfreuden - was könnte es besseres geben als die momentan so löbliche Hitze pünktlich zum Sommeranfang mit einem frischen Pesto und Insalata Caprese zu feiern? Die einfachen Dinge sind es, die unser Herz erfreuen. Knoblauch, Basilikum (natürlich Eigenzucht, ist schon wieder ein riesiger Busch auf meiner Terasse), Mandeln in Ermangelung der Pinienkerne, Parmesan und Olivenöl! Dazu: Prosecco auf Eis!;))

Zum Abschluss des kulinarischen Frühjahrs noch einmal Spargel - aber in einer Form, wie ich ihn noch nie gegessen habe, nämlich wild. Entdeckt habe ich ihn in besagtem Kaufhaus, Internetrecherche hat dann ergeben, dass der wilde Spargel in südeuropäischen Ländern wächst wie Unkraut und v.a. in Kroatien oft am Straßenrand angeboten wird. Der Preis für das kleine Bündel, das ich erstanden habe, spottet allerdings jeder Beschreibung. Deshalb ist das eher etwas als dekoratives Element bei einem festlichen Menü oder aber was für den Urlaub in Kroatien.

Aufgrund der Warnungen vor der Bitterkeit habe ich ihn mit Zucker geschmort und mit Malaga und süßer Sahne abgelöscht. Zusammen mit einem sehr guten spanischen luftgetrockneten Schinken war das ein netter leichter Imbiss.

Heute habe ich zum ersten Mal Straußenfilet gegessen - entgegen den Erwartungen (trocken, zäh und faserig) war es sehr gut, saftig und weich, wohl auch wegen der stundenlangen Marianade aus Rum, Olivenöl, Worcestersauce, rotem Pfeffer, Cayenne, Garam Masala, Zitronengraspulver und Melasse. Die sogenannten Poffertjes sind natürlich keine echten Poffertjes gewesen, da diese niederländische Süßspeise wohl eher als Nachtisch gepasst hätte und weniger als Beilage. Aber die Kreuzung aus Kroketten und Herzoginkartoffeln, die ich da fabriziert habe, gingen in der Pfanne schön auf und sahen eben den Poffertjes so ähnlich, auch die spülschwammartige Konsistenz erinnerten mich daran. Aber geschmeckt haben sie eben wie gebackener sehr feiner Kartoffelbrei, und das hat sehr gut zum Filet und der Ananasrelish gepasst.

Hatte ich wirklich noch nie gegessen! Es fiel mir im Feinkostsupermarkt im Kaufhof in die Hände (buchstäblich, denn der Metzger kam gerade mit den frisch abgepackten Paketen und warf sie in die Kühltheke, die ich gerade in Augenschein nahm). Das Fleisch war schon sehr gut, aber vielleicht hätte ich es länger und kräftiger marinieren lassen sollen. Die klassisch italienische Kombination mit Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer und Parmesan ist wirklich sehr gut. Als Variante gab es noch Hot Sauce, und die Crackervariation ist von Ikea aus dem Schwedenshop. Was halt eine Einkaufstour am Samstag so ergibt. Harmoniert sehr gut mit Sekt auf Eis. Und das alles zu einem entspannten Fußballabend! Griechenland-Russland 0:1 - wenn die Italiener auch noch ausscheiden, sind wir selbst bei Erreichen des Viertelfinales besser als amtierender Welt- und Europameister, das ist doch was! (Falls wir ins Viertelfinale kommen...)

Lust auf Pasta? Lust auf eine neue Sauce? Gorgonzolasauce ist natürlich nicht neu, aber wenn man die gebratene Hühnerleber darin ziehen lässt, ergibt das wirklich einen tollen runden Geschmack. Hier habe ich noch ein paar Spinatblätter untergemischt, damit auch ein bisschen Gemüse dabei ist.

Zugegeben, auf dem Bild sieht das Gericht nicht soo toll aus - aber in Wirklichkeit gibt es kaum etwas besseres als diese ordentlich mit Knoblauch und Pfeffer gewürzten kurzgebratenen Chops. - Die erschlagen den Spargel? Nicht wenn man richtig guten, frischen rheinischen hat! Auf die klebrige Sauce Hollandaise (haben die sich eigentlich tatsächlich die Holländer ausgedacht? Das würde ja passen, dick und fettig wie Fritten mit Mayo;) kann ich auch verzichten, wenn kein Lamm dem Spargel beihilft. Etwas geschmolzene Butter muss aber schon sein;)) (direkt auf den heißen Spargel geben, vorher im Topf zu braun werden lassen ist wirklich völlig unnötig!)

Was die Frankfurter Kleinmarkthalle halt so hergibt - wobei nur die Artischocken von dort stammen, die Muscheln und das Seegras gibt es standardmäßig bei meinem ausgezeichneten Fischhändler. In der Kleinmarkthalle hatte ich außer den sensationellen Artischocken auch noch eine riesige, gritzegrüne Kochbanane, Mandiokamehl, Dulce de leche und Rote-Beete-Sprossen erstanden. Die Bananenchips waren grandios, die Chipas warten noch auf ihre Herstellung und die Rote-Beete-Sprossen konnten nicht überzeugen - zu erdig, ansonsten eher nichtssagend. Ein Gag zur Dekoration (weil sie so schön lila sind), aber eigentlich zu teuer.
Das besondere an den Jakobsmuscheln hier ist nicht nur die Kombination mit gebratenen jungen Artischocken und Seegras, sondern vor allem die Sauce: Weiße Schokolade! (Eigenkreation)

Inspiriert vom Feinschmecker-Bericht über Blutorangen machte ich mich auf die Jagd nach denselben. Leider musste ich feststellen, dass nur in wenigen Supermärkten welche angeboten werden, und dann auch immer nur die eine Sorte (Moro, die günstigste, weil am häufigsten angebaut). Die guten Tarocco und Sanguinello (allein die Namen!) behalten die Sizilianer wohl doch lieber für sich, was man ihnen ja auch nicht verübeln kann. Aber auch die Moros sind schon traumhaft, vor allem wenn man sie mit ordinären Saftorangen vergleicht. Zum Trinken fast zu schade, nutzte ich die kurze Zeit, die Blutorangen angeboten werden, um das vorgeschlagene Rezept in Wolfsbarsch mit Blutorangensauce, Pimientos und Kartoffelgratin abzuwandeln. Die Pementos de Padrón (galizisch) kennen wir ja vom Galizier bei Frank und Alberto (algunas pican otros no), und die gab's halt zufällig gerade. Hat sehr gut zusammen gepasst.

Seit Alberto mir in Madrid vorgekocht hat, wie man grünen Spargel am besten und einfachsten zubereitet (waschen, in Olivenöl braten) eröffne ich die Spargelsaison sobald es den grünen aus Spanien bei uns gibt. Hier mit Lammlachsen, die irgendeine Sauce aufweisen - kann mich aber nicht mehr genau dran erinnern.

Angespornt von unserem Backwahn in Indianapolis machte ich mich an eine Ostertorte. Die Grundlage für den Teig ist ein Muffinrezept, das dem typisch saftigen Sponge Cake sehr nahe kommt. Gefüllt natürlich mit Dulce de leche und Schokocreme verpasste ich dem Ganzen eine diesmal grüne Decke - passend zu Ostern. Die Blumen aus Fondant für die Dekoration sind selbst gemacht (super einfach), aber die Hasen sind die guten von Lindt.

Parallel zur Tortenherstellung gehörte zur Hochzeitsvorbereitung auch die Produktion von 70 Lebkuchenherzen, die als sogenannte Favors den Gästen als kleines Geschenk präsentiert wurden. Auch hier war schnell die perfekte Arbeitsteilung gefunden, wobei ich für die Perforation der gebackenen Lebkuchen zuständig war, damit diese später mit dem üblichen Geschenkband zum Aufhängen versehen werden konnten. Hier ist schnelle Präzisionsarbeit gefragt - ist der Lebkuchen schon zu sehr abgekühlt, bricht er in Stücke!

Anlässlich Kathi's big fat american wedding ließ sich Julia dazu hinreißen, eine dreistöckige Hochzeitstorte selbst herzustellen. Das stellte sich einfacher als angenommen heraus, wenngleich es ca. 4 Tage lang dauerte. Schon nach kurzer Zeit kristallisierten sich im Küchenteam bestehend aus Julia, Kathi, Steffi und mir bewährte Rollen heraus - Steffi z.B. war die Puderzuckertante, ich insbesondere für das vierhändige Auflegen von eingefärbten Marzipandecken talentiert. Die drei Stockwerke haben jeweils einen eigenen Geschmack - Lemon Curd, Schokocreme und Dulce de leche. Zu guter Letzt gab es dann auch noch ein Plastik-Hochzeitspaar und der amerikanische Traum war perfekt. Und innerhalb von 20 Min. verspeist!
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