essen und trinken hält leib und seele zusammen

An Heiligabend, wie immer, Fisch: Zur Vorspeise Jakobsmuscheln auf Vanille-Lauch mit Schokoladen-Chili-Sauce, als Hauptgang Seeteufelfilets mit Paprikagemüse, Bratkartoffeln und Mangosauce und zum Dessert warmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis und Beerencoulis.



Ein Karpfen zu Weihnachten muss sein! Auch wenn ihn keiner mag außer der Mutter. Aber die Suppe wird gut, besonders mit so einem Prachtexemplar!

Rote-Beete-Gazpacho, Gambas a la plancha, Fenchelmayonaise, gebratener Chicoree mit Orangensauce etc. Anlass: Eltern wieder aus Österreich zurück! Zum Dessert gab es schon mal zwei Proben für Weihnachten: Tequlia-Sunrise-Mousse und Zimtparfait mit Orangenkompott - die sind aber beide durchgefallen, trotz guter Optik;)



Irgendwas muss man ja machen mit all den vielen selbstgeernteten(!) Kürbissen - also gab es wieder einmal Suppe und Ravioli in leuchtendem Gelb.


In ihrer Vielfalt sind sie ja sehr dekorativ, aber nach eingehenden Studien bleibt festzustellen, dass sich außer Butternuss und Hokkaido allenfalls noch der Mikrowellenkürbis zur kulinarischen Verwertung lohnt.

Mit 8 von 14 SeglerInnen haben wir ein sehr schönes Nachtreffen zustande gebracht, und das Menü bestehend aus Rote-Bete-Gazpacho, Dreierlei Kürbis mit Ziegenfrischkäse, gebackenem Ziegenkäse und Kürbis-Gewürz-Marmelade, Kürbissuppe, Hähnchen mit Speck und Oliven und Cabonata sowie zum Dessert Zwetschgenauflauf mit Marzipan und Pistazieneis kam auch gut an.


Zum dritten Mal in Folge Ribs zum Geburtstagsdinner (dieses Jahr allerdings am Vortag) und dazu die Last Night of the Proms - wie immer ein toller Abend. Die Beilagen variieren: Diesmal gab es Maisbrot, geschmorte Tomaten und Zwiebeln in Rotwein. Zur Vorspeise Artischocken-Chipotle-Bruschetta und zum Nachtisch Apple Brown Betty (=Scheiterhaufen) mit Vanilleeis.

Ein indonesisches Gericht, das aus verschiedenen gegarten Gemüsen und einer tollen Erdnusssoße besteht. Das besondere ist, dass man die Soße extra serviert und daher das Gemüse schön knackig serviert werden kann - nach Belieben kalt, lauwarm oder heiß, gleiches gilt für die Soße. Aber wie bei vielen Gerichten aus tropischen Region ist lauwarm eine gute Option.

Neuer Versuch der Käse-Sahne-Torte, diesmal eine Variante mit Heidelbeeren. Ergebnis: Essbar, aber zuviel Gelatine.

Wieder einmal eine Inspiration aus dem aktuellen ZEIT-Magazin - seit Siebeck dort die Essen-Kolumne nicht mehr ständig mit elitären Schmähschriften in Beschlag nimmt, kann man sich ja durchaus öfter hier inspirieren lassen. Das Gazpacho war sehr gut (Paprika und Brot weglassen, weniger Essig und Öl), und die selbstgekochten Rote Bete (in der Tat vom Wochenmarkt) lohnen sich einfach - kein Vergleich zu vorgegarten und schon gar nichts zu tun haben sie mit den auch von mir ungeliebten eingemachten Rote Bete, die früher die einzig bekannte Form dieses Gemüses waren.

Nach Kelten, Mittelalter und Käse-Sahne war das Menü dann Motto- und zusammenhangslos, aber trotzdem sehr gut und bestand aus geeistem Avocadosüppchen, Hühnchen mit Couscous und Vanilleeis mit Brombeercoulis.



von Ikea - wollte ich schon immer mal probieren, hab mich aber nie getraut, weil das natürlich keine schwedischen Ökokrebse sondern Massenware aus China ist. Aber einmal kann man's ja machen. Die Krebse waren, soviel muss man lobend erwähnen, in einwandfreiem Zustand, machten einen sehr frischen Eindruck (soweit man das bei gegarter Tiefkühlware beurteilen kann) und schmeckten auch gut - wie erwartet nicht zu außergewöhnlich, aber durchaus besonders. Allerdings ist fraglich, ob sich angesichts des Preises, den man mit der Ausbeute ins Verhältnis setzen muss, nicht der Kauf von bereits entschalten Louisiana-Flusskrebsschwänzen aus der Dose doch eher lohnt. Aber als effektvolle Angeberei auf einen Buffet würden sich die Ikea-Kerle bestimmt gut machen...

Käse-Sahne hat ja bei uns keinerlei Tradition, deshalb ist auch kein geprüftes Rezept für die perfekte Käse-Sahne vorhanden. Inspiriert von der 500. Wiederholung von Traumschiff Surprise Periode 1 Extended Directors Cut und angespornt von der unsäglichen Fabriktorten-Unverschämtheit, die man im Teichhaus in Bad Nauheim vorgesetzt bekommt (frei nach dem Motto "Je besser die Location, desto schlechter das Restaurant"), machte ich nun also an diese Aufgabe. Fragen wie mit oder ohne Ei, mit oder ohne Gelatine, Verhältnis Quark zu Sahne etc. müssen noch definitiver geklärt werden, aber das erste Ergebnis war zumindest essbar, wenn auch noch nicht genau das, was ich wollte. Das Stachelbeerexperiment hat aber auf jeden Fall gezeigt: Ein bisschen Frucht tut gut, und da gibt es ja noch diverse Möglichkeiten.

Die Ein-Mann-Forelle passte gerade so auf den Minigrill und ergab zusammen mit dem wunderbaren Kartoffelsalat mit viel Knoblauch und Basilikum eine schnelles, einfaches Abendessen.

Sehr einfach und schnell zubereiteter Salat, der zusammen mit den Garnelen eine tolle Vorspeise ergibt! Idee aus dem ZEIT-Kochblog.
...as good as it gets in Oberhessen, ohne Firlefanz und allzu viel Aufwand. Grüner Salat mit vielen Kräutern und Croutons, Boeuf bourguignon mit hausgemachten Spätzle und Meerrettich-Gremolata und eine reichlich gelungene Tarte tatin von der Büdinger Zwetschge. Anlass: Catering-Einladung bei Hanf-Beckords.



Nachdem der Bruder mittels Versuchsreihe das genaue Rezept für die Knödel experimentell bestimmt hatte, waren sie denn auch genau so, wie sie sein sollten: Zart und fluffig ohne dabei auseinander zu fallen oder breiig zu sein. Die Heidelbeersoße (rohe Heidelbeeren mit Joghurt püriert) bräuchte vielleicht einen cleveren Farbstabilisator, obwohl es auf dem Foto gut aussieht!

Inspiriert vom ZEIT-Magazin wurde der Klassiker nach allen Regeln der Kunst zubereitet: Erst direkt vor dem Backen panieren! Selbstgemachte Bröseln! In Butter-Schweineschmalz-Mischung braten! Aber nicht zu lange! Schlanker schwäbischer Kartoffelsalat dazu! Und Preiselbeeren! War im Prinzip auch gut, aber die Kunst, ein gutes Kalbschnitzel zu beschaffen, lässt sich noch ausbauen! Husch!

Trotz gewissenhafter Besorgung aller erforderlichen Zutaten (Granatapfelpaste, Somagh, Rosenblätter etc.) konnte das komplizierte Rezept nicht überzeugen - aber einige Aromen kann man sicher anderweitig verwenden. Durch das Kochen wird das Huhn eben nicht so saftig wie ein Grillhähnchen, und die Soße aus Walnusspaste, Granatapfel und Gewürzen war nicht intensiv genug, trotz Nachwürzen. Typisch SPON eben - viel Wirbel um nicht(s) (so viel Genuss) - aber Hauptsache ein bisschen mit exotischen Zutaten prahlen;))

Die auf den ersten Blick furchtbar komplizierten Rezepte aus der Thailand-Küchenbibel haben auch abgewandelt sehr gut geschmeckt: Die erste eine einfache Rinderbrühe mit etwas Rindfleisch und Bambussprößlingen, die durch Austernsauce und gebratenen Knoblauch eine wunderbare Tiefe bekam, die zweite etwas exotischere mit Garnelen war sehr schön süß-sauer mit Tamarinde, Shrimppaste, Palmzucker und Austernsauce, sehr gut harmonierend mit dem frischen Koriander.


Eine wunderbare Kindheitserinnerung, die sich so eingeprägt hat, dass ich bei der Zubereitung - seit langer Zeit mal wieder - quasi instinktiv (nicht aus Erfahrung) wußte, wieviel Milch/Eier noch darübergegossen werden müssen, denn es darf weder zu viel noch zu wenig Flüssigkeit sein - weil ich meine Großmutter förmlich vor mir sehe, wie sie das macht. Als besondere Abrundung wird der Scheiterhaufen hier serviert mit selbst hergestellten Amarena-Kirschen (mit dem einizgen Kilo Kirschen, das ich vom Baum retten konnte).

Mittlerweile eines meiner Lieblingsrezept für Lamm oder Kaninchen. Wichtig: Massig Kräuter, vor allem Salbei! Mit 1,5 h (je nach Größe) wird das Fleisch nicht totgeschmort, ist aber schön zart. Die Sauce braucht man dann nur noch teilweise pürieren, da die Zwiebeln eine sehr gute Bindung geben. Kein Gemüse rein! Einen sehr guten Weißwein verwenden! Nicht zu knapp!

Wenn einfaches so gut sein kann! Vor allem, wenn man Kichererbsen aus der Dose nimmt;)) Vom Knoblauchgehalt her allerdings eher eine Anlehung an "Der Imam ist in Ohnmacht gefallen".

Erster Versuch, die für das Dim Sum typischen gefüllten Teigbällchen selbst herzustellen: Der Teig (Mehl, Stärke, Wasser) hat auch gut funktioniert, war aber geschmacklich noch nicht so überzeugend. Die Füllungen (Krabben bzw. Rinderhack mit entsprechenden Gewürzen) waren dagegen schon sehr authentisch.

Neben Heringssalat Karins Standardwunsch, wenn sie nach Deutschland kommt - günstigerweise kommt sie auch meist im Frühsommer. Diesmal spät genug, so dass fast alle Kräuter im Garten vorhanden waren (außer Kerbel und Kresse). Kresse haben wir gekauft und erst hinterher gemerkt, dass das ja auch Sprossen sind - bis jetzt hat aber keiner EHEC.

Sensationelles Hollandaise-Rezept aus "meine Landküche"! Karin hat's geschmeckt!

Vor dem großen Regen konnten wir an Pfingsten noch einmal ein ordentliches Grillen veranstalten - mit den traditionellen Musts Knoblauchbutter, Kräuterquark, Couscous und Glut-Zwiebeln.

Platz ist in der kleinsten Küche für ziemlich gutes Essen: In der gemessen an ihrer Quadratmeterzahl wirklich sehr gut ausgestatteten Bordküche der Albatros auf dem Ijsselmeer wurde nach erfolgreichem morgendlichem Einkauf (der Fischhändler hat extra für uns früher geöffnet, dafür haben wir ja dann auch 3,5 kg Kabeljau gekauft) mit vereinten Kräften das weltbeste Kabeljaufilet bereitet, das sogar dem erklärten Nicht-Fischesser mundete!

Ausnahmsweise ein Auswärtsessen an dieser Stelle: Wer hätte aber auch gedacht, dass man ausgerechnet in Holland eine Tapas-Kneipe mit uruguayanischem Besitzer entdecken würde, wo es Chivitos gibt?!? Colonia lässt grüßen. Geschmeckt hat es auch sehr gut, natürlich argentinisches Rindfleisch!

Mal wieder Jamie's unvergleichlich BBQ-Ribs! Immer wieder lohnt sich die Mühe des tagelangen Vorbereitens und 5-stündigen Ofenaufenthalts.

Endlich Single-Grillen mit Niveau! Spart Zeit, Kohle und vor allem elendiges Rost-Putzen, der hier passt nämlich zum Einweichen in die Spüle und kommt anschließend in die Spülmaschine. Ein bis zwei Steaks lassen sich wunderbar grillen, für mehr muss man zwischendurch mal Kohle nachlegen.


Eine sehr gelungene Verwendung für Rhabarber: Als Gemüse! War weder zu sauer noch zu süß und passte sehr gut zum Fisch.
Aus gegebenem Anlass (Christa im Umzugsstress und Eltern nach Velden abgereist) wurde der bereits kräftig strahlende Frühling mit einem Menü begangen:

Geeistes Erbsen-Minze-Süppchen mit mariniertem Garnelenspieß

Spargelmousse auf Frühlingssalat mit Morchel-Blätterteig-Röllchen

Kalbs-Tagliata mit gebratenem grünen Spargel

Mandel-Rhabarber-Törtchen mit Amaretto-Eis,
Holunderschaum und gebackenen Holunderblüten

Weil das Ostermenü nicht auf Tellern angerichtet wurde, sondern auf Platten und in Schüsseln, hier kein repräsentables Bild, nur eines vom Nachtisch. Es gab Consommé mit Griesklößchen, Frühlingssalat (Radieschen, Karotten, Apfel, Champignons, Feldsalat), zweierlei vom Lamm mit grünen Bohnen und roten Kartoffeln. Zum Dessert Mango-Passionsfrucht-Creme mit Mandel-Financiers und Amarulaeis. Die auf dem Bild nicht sichtbaren Mandel-Financiers sind endlich die Sponge-Cake-artigen, einfach und schnell zuzubereitenden Dessert-Begleiter, die ich schon lange gesucht habe!

für Pauline, die in Büdingen ihren zweiten Geburtstag feierte!

Im Gegensatz zu den Kalbsröllchen passt hier Basilikum eindeutig besser. Außerdem in der Füllung: gebratene Champignons, Mozarella und Parmaschinken - den wirklich besser in die Röllchen und nicht außen drum rum, denn so wird er beim Anbraten nicht zu kross/salzig und das Aroma kann sich am besten entfalten. Das Risotto war dank frisch gekochter Gemüsebrühe wieder einmal hevorragend.

Als Mischung aus Rezepten aus der Soup Bible, eigenen Erinnerungen an argentinische Eintöpfe und den saisonalen und lokalen Vorgaben ergab sich diese ganz und gar wunderbare, galizisch-irgendwie-spanische Suppe mit viel Gemüse, aber auch viel herzhafter Wurst. Auch optisch ein Highlight.

Da die Sauce unabhängig von der Entenbrust gemacht wird, hat man keinen Stress mit dem Garen des Fleischs. Allerdings sollte für die Sauce Enten- oder Gänsefett bzw. Entenbrühe verwendet werden.

Freitags ist Markttag in Büdingen - es gibt frischen Fisch und oberhessisches Gemüse!

Die jungen, ganz kleinen Artischocken sind ein erster Vorbote des Frühlings. Mit Himbeeren garniert, passten sie sehr gut zum gebratenen Kalbsbries - eine Spezialität!


Die verblüffend einfache Mousse braucht nur eins, und das ist schwierig zu bekommen: Gute weiße Schokolade! Das Himbeersorbet dagegen funktioniert mit handelsüblichen gefrorenen Himbeeren;)) Die Schokoliniendeko funktioniert dank Dessertsaucenspritzflaschen von Tchibo;))

In den frühen Siebzigern war Fondue schon mal schick, deshalb hatten wir ein Fondueset aus dieser Zeit, das aber seit ca. 30 Jahren nicht mehr benutzt wurde, jedenfalls nicht für die Fleisch-in-Öl Variante. Also war Mutters Geburtstag der gegebene Anlass, diese Periode des Verzichts zu beenden. Obwohl es sehr gut war und sich ungeahnte Spießchampions mit Farbenblindheit hervortaten, finde ich heißen Stein noch besser, also in Verbindung mit Raclette.

Mit der neuesten Errungenschaft Thai food von David Thompson - die Thai-Küchen-Bibel - gilt es, sich die Originalität der Rezepte mangels schmerzlich vermisster eigener Anschauung (Thailandreise!) so gut wie möglich vorzustellen. Das macht das Buch einem leicht - da sehr schön geschrieben, ausführlich erklärt und mit viel Hintergrundinfo ausgestattet, zum anderen schwer, da jegliche Anpassung an europäische Essgewohnheiten und Einkaufsmöglichkeiten vermieden werden. Natürlich muss man daher einige Kompromisse machen, trotzdem glaube ich, dass mein erster Versuch gar nicht sooo weit von dem entfernt war, was auch Thailänder als einigermaßen anständiges Essen durchgehen lassen würden. Ist aber, wie gesagt, nur eine ganz und gar theoretische Vorstellung. Schließen wir die Betrachtung ab mit der Besinnung auf die folgenden zwei Maximen ab: 1. Hauptsache, es schmeckt! 2. Hauptsache, es schmeckt anders! - Auf dem Bild zu sehen ist das Buch und die Paste, die ebenso variantenreich wir grundlegend zu sein scheint!

Hier gilt: Keine Kompromisse! Ob Geburtstag oder nicht, man muss die gesamte im Rezept angegebene Menge an Schokolade nehmen! Und zwar die beste, die man kriegen kann! Und dann besser doppelt soviel Cointreau zum Tränken und sehr viel Marillenmarmelade! Nicht sparen! Und bei der Glasur bevorzuge ich im Gegensatz zum Original eigentlich eine weiche Ganache, wie die von der Donauwelle - passt ja! Dann hätten aber die Dekoblümchen wohl nicht so gut gehalten.

Solange es noch Winter und sogar richtig kalt ist mit Schnee und allem, kann man auch noch Gans essen! Wenn auch ausnahmsweise nicht im ganzen!;)) Hervorragend passt dazu das klassische Wintergemüse Schwarzwurzel, das frisch vom Wochenmarkt gar nichts braucht außer gekocht und in Butter geschwenkt zu werden (und das Schälen halt;))
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