essen und trinken hält leib und seele zusammen

Heiligabend wurde 2010 nach der traditionellen Fischsuppe von einer Forelle mit Kartoffelsoufflé und Orangensauce bestritten und mit der neu getesteten Ingwercreme mit Mango-Passionsfruchtpüree und Mandelkeksen abgerundet. Das Menü am ersten Feiertag war dieses Jahr ganz traditionell mit Rindssuppe mit Grießklößchen, Gans, Rotkohl und Semmelknödel. Das Dessert war dann zwar neu, aber in der Geschmaksrichtung doch schön weihnachtlich: Kürbismousse mit Waldbeeren, Vanilleeis und Kürbiskernkrokant.


Um eine Wiederholung bewährter Rezepte in der diesjährigen Festsaison zu vermeiden, wurde Mitte Dezember eine Dessertprobe abgehalten, wobei sowohl die Eltern als auch die Teilnehmer am Kommilitonen-Weihnachtstreffen in Mainz in den Genuss fünf verschiedener Desserts kamen - allesamt ganz neu und alle von eatsmarter.


Als Gewinner konnten sich die Kürbismousse mit Waldbeeren und Kürbiskernkrokant und die Ingwercreme mit Mango-Passionsfruchtpüree weit absetzen.

Der Dattelpudding auf Orangenkompott war aber nach drastischer Verbesserung (Tränken des eher trockenen Kuchens in viel Cointreau-Zuckersirup-Mischung) auch nicht schlecht.

Die Mangomoussetörtchen schmeckten eher etwas blass, wenn auch nicht richtig schlecht.

Das Kokoslimetteneis mochte ich eigentlich sehr, aber es müsste cremiger sein und besser präsentiert werden (nicht nur mit ein paar langweiligen Mangospalten), und es ist vielleicht doch eher etwas für den Sommer.

Naja, eben noch ein bisschen blutig war die Entenbrust, die es zu Tina und Tobis Hochzeitstag in Hamburg gab. Im Grunde perfekt rosa und sehr zart. Die Portwein-Johannisbeersoße war zwar nicht ganz so gelungen wie sonst, dafür war das Maronenpüree ganz toll. Nach der Avocadobutter mit Brot zum Auftakt, der von Prosecco begleitet wurde, erwies sich die bewährte Vorspeise aus Jakobsmuscheln auf Vanille-Lauch mit Schokoladen-Chili-Sauce wieder einmal als Kann-man-das-wirklich-essen-?-ja-schmeckt-super-Clou. Und zum Dessert Olivenölschokoladenmousse mit Waldbeeren. Also alles in allem sehr traditionell. Das muss nächstes Jahr experimentierfreudiger werden! Da ich nach so viel Eigenlob nun wohl wieder kochen muss, kann ich mich ja dann vielleicht auch schon länger vorher geistig-seelisch-moralisch darauf einstellen! Und Tobi auf die Weinauswahl;))

Anlässlich oder auch rund um Vaters Geburtstag gab es Donauwellentorte, Topfenpalatschinken und Crème brûlée mit Himbeereis - was will man mehr?



Zur Feier der Rückkunft der Eltern gab es gefüllte Kalbsbrust. Die Füllung war herbstlich inspiriert mit Pilzen und Schinken. Dank guter Vorarbeit des Metzgers (Kleinmarkthalle) und Videoanleitung aus dem Netz hat auch das Füllen gut geklappt und nichts ist geplatzt.

Das Quittengelee ist eigentlich ein Dulce de Membrillo und nicht als Brotaufstrich sondern als Dessert gedacht. Dazu wird es in Scheiben geschnitten und mit weichem Käse oder Ziegenfrischkäse serviert. Die Herstellung ist einfach, braucht aber etwas Zeit - nachdem die Quitten geputzt und zu Brei gekocht wurden, werden sie ganz fein püriert, mit Zucker im Verhältnis 1:1 solange gekocht, bis das Püree dickflüssig ist und eine dunkelrote Farbe hat. Das dauert ca. 1-1,5 h und man muss dabei ständig rühren!


Unser verfrühtes Thanksgiving-inspiriertes Dinner bestand aus Butternusskürbissuppe, gebratener Pute mit Kürbispüree, Cranberry Sauce und Pimentos de Padrón sowie einem Mango-Quark-Auflauf mit Pflaumeneis zum Nachtisch.


Am Sonntag gab es frei nach Jamie Mole poblano mit Hühnchen (California), die nicht dokumentiert wurde, aber sehr gut schmeckte. Wie immer waren die Zutaten, die sonst schwierig zu bekommen sind, allesamt in der Kleinmarkthalle zu finden (Chipotle), so dass die Schokosauce auch die richtige Schärfe hatte. Aus dem Rest des Hühnchens wurde dann, wie hier zu sehen, ein Sandwich mit Chicken Salad, gebratenen Avocados und Nachos'n Cheese - also so ein richtig fettes amerikanisches Treat - ein schöner Nachklang auf mein US-Geburtagsdinner.

Eigentlich wollte ich an meinem Geburtstag ja ausnahmsweise nicht selbst kochen, was ich ja eh die ganze Zeit mache, und so war der Plan, irgendwo in Büdingen essen zu gehen - aber das gewünschte Restaurant hatte geschlossene Gesellschaft und dann kam Kathrins Geburtstagsgeschenk und dann musste ich doch kochen - nämlich nach Jamies Rezepten aus Amerika. Nach dem Aperitif - Calvadossorbet auf Sekt, Guacamole mit selbstgemachten (sic!) Grissini gab es zu genialen BBQ-Rippchen Grits (Maisgrütze) und Brokkolisalat. Zum Nachtisch dann ein all american classic - Apple Pie, dazu Zimteis. Schöner Ausklang des Abends war dann die Fernseh-Live-Übertragung der Last Night of the Proms, zu der ich wie üblich Rule Britannia und Land of Hope und Glory mitschmetterte. Da Jamie Oliver Brite ist, passte das dann auch noch irgendwie gut dazu, genauso wie der Vinho Verde aus Portugal;))

Mit Birnen und gebratenen Champigons. Der Gorgonzola wird leicht erwärmt und mit Mayonnaise zu einem cremigen Dressing verrührt.

Vielmehr gefüllte Kalmares, einmal nicht nach legendärem Rezept und deshalb auch etwas weniger aufwendig (man braucht keinen Reis zu trocknen). Die Füllung mit Anchovis, Tentakeln, Knoblauch, Basilikum und Parmesan war gut und die Zubereitungsanweisung auch: Die gefüllten mittels Zahnstocher geschlossenen Kalmare in der Grillpfanne einzeln von jeder Seite eine Minute sehr heiß anbraten und dann in der einfachen Tomatensauce kurz (15-20 min) schmoren - so blieben sie tatsächlich schön zart.

Chiliernte: Die gelben Dinger sind verdammt scharf! Als Zutat zum Curry in frischem Zustand habe ich sie schon probiert (eine kleine halbe auf ein Zwei-Personen-Curry ist völlig ausreichend). Ebenfalls frisch und noch dazu zum Reinbeißen hat sie Andy tapfer probiert, und die Tränen in seinen Augen haben bestätigt, dass die Dinger ordentliche Chilis sind. Nun habe ich einen Teil zum Trocknen aufgehängt und einen weiteren Teil in Essig eingelegt und bin gespannt auf die Ergebnisse.


Anlässlich des völlig verfrühten Herbstbeginns nach einem kurzeitig sehr heißen, aber insgesamt eher verregneten Sommer läutete die Schweinshaxe mit Apfelkraut und Kartoffelpüree die kulinarisch interessanteste Saison des Jahres ein - Erntezeit! Schließlich muss einem ja irgendetwas die Tatsache versüßen, dass es mit dem Sommer bald vorbei ist. Quetschekuche, Kürbissuppe, Pilzragout, Kastanien, Bratäpfel und vieles mehr kommt da doch gerade recht!

Der 1oo. Eintrag!! Das musste natürlich mit etwas Besonderem begangen werden - einer recht ungewöhnlichem Kombination nämlich. Das Rezept der gebratenen Schalotten mit Essigzwetschgen trifft auf den zarten, rosa gebratenen Burger - nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Hatte sich eben so ergeben...

... und noch ein paar weitere Köstlichkeiten aus dem neuen Manufaktum-Laden in Frankfurt, darunter z.B. Rügener Rindssalami, Käse mit Asche und handgeschöpfte Butter;))

Indischer Käse selbstgemacht! Einfach Milch mit Essig kochen und ausflocken lassen, dann durch ein Tuch abseihen und stundenlang pressen. Das Ergebnis: ein total geschmackloses weißes Etwas, das auch die weitere Verarbeitung zu frittierten Käsebällchen nicht nenneswert verbesseren konnte. Fazit: Lohnt sich nicht! Gott sei Dank hatte ich aus dem neuen Kochbuch "Bocados del mundo" auch noch die guten Fleischbällchen gemacht...



Meine ersten selbstgemachten Empanadas! Super einfacher Teig mit Schweineschmalz, der sich sehr gut verarbeiten lässt. Für's Formen der Empanadas brauche ich allerdings noch etwas Übung, aber bei zweiten Mal ging es schon viel besser!

Zum WM-Finale gab es dann aus aktuellem Anlass gebratenen Calamar - nachdem so viel über in altem Fett frittiertem Calamar geredet worden war, hatte ich Lust darauf bekommen. Habe mich aber nicht an Paul vergriffen, der wäre vermutlich aufgrund seiner Größe und seines Alters auch zu zäh gewesen!

Bisher mochte ich kein Risotto und es ist mir auch nie gelungen, was im Wesentlichen an mangelnder Anleitung lag. In Giorgios Locatellis Italien-Bibel wird's genau erklärt und so mache ich seit kurzen cada rato Risotto - natürlich immer mit selbstgemachter Brühe, und hier passt ausnahmsweise meist eine gute Gemüsebrühe, wie sie z.B. nach dem Spargelessen leicht durch nochmaliges Kochen der Spargelbrühe mit einigem anderen Gemüse herzustellen ist. Die puristische Version des Risottos nur mit Parmesan und Butter ist schon toll, aber es eignet sich nahezu jeder weitere erdenklich Zutat - ausprobiert habe ich schon Spargel, Petersilie, Artischocken, Brokkoli, Steilpilze und eben ein hessisches Knobellinchen!

Zum WM-Auftakt gab es eine nette Auswahl an Tapas, Corono extra und eine selbstgestaltete Vuvuzela!

So langsam nähert sich das diesjährige Großereignis und da haben wir mal Grillen auf afrikanisch ausprobiert - mit vollem Erfolg. Zwar gab es keine Fleischorgie à la Südafrika, sondern eher ein Grillmenü mit bunt durcheinander gewürfelten afrikanischen bzw. afrikanisch angehauchten Rezepten, aber es hat trotzdem gereicht und war sehr gut, inklusive des tollen Sommerwetters!

Nach dem Aperitif bestehend aus Bananenchips und Roibischeistee mit Ingwer und Ananas gab es eine geeiste Bananen-Kokos-Suppe. Zum Hauptgang dann mariniertes Rindersteak und Hühnchenfilets vom Grill, dazu Tabouleh, Pashareis (Reis mit ganz vielen Sachen, z.B. Rosinen, Granatapfelkernen, Mandeln, Pinienkernen, Pistazien, Limettensaft und Rosenwasser), Avocadosalat und Mangochutney. Der Nachtisch war dann eine ganz eigene Komposition unter Abwandlung verschiedenster Rezepte: Bananen-Schoko-Bisquit mit Amarulaeis und Passionsfruchtpüree - wir waren begeistert;))



Genau ein Jahr nach unserer Abreise gen Westen gab es ein Nostalgie-Grillen mit T-Bone-Steak, Maisbrot, grüner Habana-Chili-Sauce und zum Nachtisch natürlich Lava cake!


Gestapeltes Schokobisquit mit Waldbeeren, Panna-Cotta-Gelee und Zitronenthymianeis - interessant, aber nicht überragend.

Das Rezept von Giorgio Locatelli ist einfach superbe - zwar war das Tomatensüppchen aufgrund der Jahreszeit mangels aromatischer Tomaten nicht sehr aromatisch, aber die salzigen Mürbeteigplätzchen und das Basilikumsorbet sind unglaublich gut und einfach zu machen. Und Balsamicogelee hört sich allein schon auf der Menükarte schon sehr schick an. Schmeckt aber auch lustig. Die phallische Dekorationsanordnung war nicht meine Idee, steht so im Rezept! Wir haben versucht, es mit einem Schirmchen aus Waldmeister etwas zu kaschieren;))

Eine Neuauflage/Abwandlung des vorherigen Lammgerichts - auch zum Hirschen haben die Ravioli sehr gut gepasst!

Endlich eine Eismaschine! Davon träume ich ja schon lange - und schon die ersten Versuche haben gezeigt, dass es sich lohnt! Man kann einfach Erdbeeren pürieren, Zucker, Milch und Sahne dazu und ab in die Maschine - schon hat man wirklich gutes Erdbeereis. Man kann dann auch die etwas more sophisticated recipes aus der Locanda Locatelli inklusive Abwiegen, drei Zuckerarten und genauem Erwärmen mit Hilfe des Zuckerthermometers anwenden und damit wirklich hervorragende Ergebnisse erzielen - Basilikumsorbet und Amarettoeis waren bis jetzt die besten Sorten. Und man kann, aufbauend auf dem Standardrezept, beliebig viele Eissorten je nach Geschmack, passend zu Beilagen und Anlass (siehe Amarulaeis zum afrikanischen Menü) herstellen und damit seine Zeitgenossen beglücken!

Wenn man im Fernsehen Sendungen sieht, die zu einer anderen Jahreszeit spielen, dann aber gleich alles nachkochen will, muss man etwas abwandeln: Sarah Wiener hat in den Alpen eigentlich Kürbisravioli zu Kaninchen gemacht, aber im Frühsommer gibt es keinen Kürbis und ein Kaninchen konnte so schnell auch nicht gefangen werden. Ersatz dafür war eine unglaublich gute Lammkeule - da für eine Person eine ganze Keule ja ein bisschen viel ist, habe ich die halbiert und dann in drei kleineren Teilen geschmort (geht auch schneller, ca. 1,5 h). Für die Ravioli fand ich bei Locatelli eine ganz tolle Füllung aus roten Zwiebeln, die zwar etwas Vorbereitung erfordert (Zwiebeln sollten mind. 5 h abtropfen), aber die Mühe lohnt.

Manchmal - Gott sei Dank nicht zu oft, aber manchmal geht eben auch was schief. Das muss man ja auch mal dokumentieren. Der hier im ungegessenen Zustand (!) sich befindliche Karottensalat war eigentlich sehr gut gelungen, bis zu dem Moment, an dem mir die Porzelanschüssel aus der Hand glitt und in tausend Splitter zu zerspringen beliebte. Nicht schön, nach soviel Mühe, huuuhhh...

Die Spargelsaison 2010 eröffneten wir anlässlich des Besuchs von Isolde mit einem mediterranen Spargelsalat - schließlich ist der Spargel noch grün und kommt aus Spanien - da passen geschmolzene Tomaten und Parmesan natürlich sehr gut.

Das klassische Eintopfgericht findet sich überall auf der Welt - verschiedene Fleischsorten mit unterschiedlichem Charakter (Schwein, Rind, Hühnchen, gepökelt, geräuchert etc.) kombiniert mit den typischen Gemüsesorten. In Madrid geht das traditionelle Cocidorezept auf die sephardische Küche zurück und beinhaltet daher die für den Nahen und Mittleren Osten so typischen Kichererbsen. Vergleichbar - und sicher auch verwandt - ist z.B. der argentinische Puchero - allerdings geben die neuweltlichen Gemüsesorten wie Mais, Paprika und Kürbis dem Gericht hier einen ganz anderen Charakter. Nicht fehlen darf in der spanischen Variante die Chorizo und die Blutwurst - ersteres erstand ich in Originalqualität als Importware, letzteres ist natürlich in Oberhessen kein Problem (auch wenn es keine typisch spanische Reisblutwurst war;))

Die Ostertorte war eine Himbeer-Eierlikör-Mascarpone-Torte - mit der Gelatinemenge muss noch experimentiert werden! Aber geschmacklich schon sehr gut!


Zum Hauptgang am Ostersonntag gab es dann Lammkeule, die 3,5 h in 2 l Olivenöl sanft gegart wird. Dazu grüne Bohnen und Artischockenpolenta.


Diese tolle Vorspeise wurde durch die Bermuthshainer Hochzeit inspiriert. Wie dort wurde die Creme von Feldsalat mit Kartoffel-Speck-Dressing begleitet.

Vaters Bunsenbrenner kam zum Einsatz als es galt, die Ziegenkäse-Crème brûlée mit einem Gemisch aus braunem Zucker und Pfeffer zu karamelisieren.

Am Karfreitag essen fromme Kannibalen Fischer - wir nahmen es mit einem Seeteufel auf! Dazu Mairübchen in Sherrysahne mit Zuckerschoten und Bratkartoffeln.

Zur Fernsehsitzung in Mainz gab es eine Neuauflage der Geburtstagstorte im Fastnachts-Style.

Als klassisches Aschermittwoch-Gericht gab es mittags Kaiserschmarrn - da musste abends dann was herzhaftes her! Diese kleinen Hamburger konnten durch die gratinierten Gemüsezwiebeln, die selbstgemachte Zitronen-Grüner-Pfeffer-Mayonaise und die marinierten Auberginen punkten.
Aus Eierlikörkuchen, Lemoncurd, Johannisbeermarmelade, Johannisbeeren, Schokolade und selbst gefärbtem Marzipan wurden diese beiden frühlingshaften kleinen Torten - besonders das selbstgemachte Lemoncurd ist der Clou!
Den von Alberto und Frank importierten Pulpo gab es zur Feier des Tages am Geburtstag von Hedda nach klassisch galizischer Art mit gekochten Kartoffeln, Paprika und Olivenöl. Sehr gut!
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